Ausbildungsmarkt

Lehrstellen bleiben oft Leerstellen

Präsentation des Ausbildungsmarktes der Bundesagentur für Arbeit: (von links) Daniela Tomczak (Bundesagentur), Matthias Heider (MdB) und Stephan Stracke (Arbeitgeberverband Kreis Olpe)

Präsentation des Ausbildungsmarktes der Bundesagentur für Arbeit: (von links) Daniela Tomczak (Bundesagentur), Matthias Heider (MdB) und Stephan Stracke (Arbeitgeberverband Kreis Olpe)

Foto: Josef Schmidt

Siegen-Wittgenstein.  „Die Zahl der Bewerber ist auch in diesem Jahr nochmal deutlich zurückgegangen“, berichtet Daniela Tomczak.

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Die Agentur für Arbeit schlägt Alarm. Auch in diesem Jahr werden viele Lehrstellen Leerstellen bleiben, weil die Zahl der Bewerber weiter sinkt. Es gibt weiterhin mehr Ausbildungsplätze als potenzielle Auszubildende. Laut der Siegener Agentur für Arbeit waren in diesem Jahr 2630 junge Menschen als Bewerber gemeldet. Das sind 33 weniger als im vergangenen Jahr.

„Die Zahl der Bewerber ist auch in diesem Jahr nochmal deutlich zurückgegangen. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen erwarten wir auch in der Zukunft keine steigenden Bewerberzahlen. Die Zahl der der Ausbildungsstellen hingegen steigt weiterhin“, fasst Daniela Tomczak, Vorsitzende der Geschäftsführung der Siegener Arbeitsagentur, zusammen.

Gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um zehn auf 4016 gestiegen. Auch wenn es mehr Stellen als Bewerber gibt, heißt das nicht automatisch, dass auch alle freien Ausbildungsstellen besetzt werden können. Denn die offenen Stellen und die Interessen der Bewerber stimmen oft nicht überein.

Ende September waren im Agenturbezirk - der umfasst Siegen-Wittgenstein und Olpe - noch 187 Ausbildungsstellen frei, 78 weniger als im letzten Jahr. Gleichzeitig waren noch 132 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz, 26 mehr als im letzten Jahr. „Rein rechnerisch kommen 1,42 offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber. Dennoch ist der Trend weiter unverändert“, erklärt Tomczak.

Allein im Kreis Siegen-Wittgenstein waren es aber 168 freie Stellen und im Kreis Olpe nur 19.

„Es gibt besonders beliebte und weniger beliebte Ausbildungsberufe. So kommt es, dass manche Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz bleiben, während anderswo Ausbildungsstellen und damit Chancen auf eine berufliche Karriere frei bleiben.“

Besonders betroffen sind weiterhin Ausbildungsstellen im Verkauf, im Lebensmittelbereich und im Verkehr sowie im Hotel- und Restaurantfach.

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