Frühlingsanfang

Tipps von der Floristin: So zieht der Frühling zuhause ein

Roswitha Blaser, Inhaberin des Blumenladens "Claudy" an der Ederstraße in Bad Berleburg, zeigt die Frühlingstrends in der Floristik.

Roswitha Blaser, Inhaberin des Blumenladens "Claudy" an der Ederstraße in Bad Berleburg, zeigt die Frühlingstrends in der Floristik.

Foto: Britta Prasse

Bad Berleburg.   Blumenliebhaber mögen es jetzt vor allem bunt, um den Winterblues zu vertreiben. Je knalliger die Farben, desto beliebter bei den Kunden.

Der Frühling ist bunt. „Gerade nach den kalten und tristen Wintertagen wünschen sich die Menschen wieder intensive und leuchtende Farben“, meint Roswitha Blaser, Inhaberin des Blumenfachgeschäfts „Claudy“ an der Ederstraße in Bad Berleburg. Seit mittlerweile 30 Jahren berät sie Kunden über florale Trends und fertigt Tischdekorationen, Sträuße und Kränze für jeden Anlass an. Mit dem kalendarischen Frühlingsanfang steigt jetzt auch wieder die Nachfrage nach farbenfrohen Hinguckern, um den letzten Rest des Winterblues auszutreiben.

Die Trends

„Bei den Blumen sind jetzt vor allem Narzissen, Primeln, Ranunkeln und natürlich Tulpen beliebt“, sagt Blaser. Aber auch Anemonen, Ginster und Hyazinthen werden häufig gekauft. Je knalliger, desto besser. Und – Überraschung – das gilt vor allem für das ältere Publikum. „Junge Leute tendieren häufig zu pastellartigen Farben wie Rosa“, meint Blaser. Für langjährige Stammkunden darf es auch gerne mal kräftiges Orange oder Gelb sein.

Die Frühlingsdekoration sei vor allem auch von Ostern bestimmt. Ob bunt bemalte Eier, Holz-Lämmchen oder Hasen-Figuren mit Puschelschwanz – die klassischen Ostern-Motive werden jetzt oft bei den Gestecken aufgegriffen. „Das ist über die Jahre hinweg gleich geblieben“, meint Blaser. Allerdings sei die Dekoration insgesamt schlichter und minimalistischer geworden. „Die Gestecke sind nicht mehr so üppig wie noch vor ein paar Jahren. Oft reicht es auch, wenn man nur ein paar einzelne Blüten in schmale Flaschen oder Vasen gibt und sie so wirken lässt.“ Weniger ist manchmal mehr.

Die Materialien

Beim Stöbern durch das Frühlingssortiment fällt auf, dass besonders viele Naturmaterialien zum Einsatz kommen. Unbehandelte Zweige werden in Sträußen verarbeitet, Teile von Baumrinde finden sich an Blumentöpfen wider und Flechtkörbe werden mit Moos ausgelegt. Das rustikale Design zieht sich nahezu durch die gesamte dekorative Bandbreite. Die Natur in ihrer ungeschnörkelten Schönheit blüht jetzt wieder auf und darf so auch in den eigenen vier Wänden weiter existieren.

Die Entwicklung hin zu mehr Einfachheit und Natürlichkeit ist nicht neu; Trends kommen, gehen und kommen wieder. „Es gibt einige Muster, zum Beispiel auf Blumentöpfen, die es schon in den 70er-Jahren gab“, erzählt Blaser. Allerdings kommen diese nicht in einem knalligen Gelb-Orange, sondern vielmehr in einem dezenten Flieder daher. Damit vielleicht auch junge Leute Gefallen daran finden.

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