Impfkampagne in NRW

Corona-Impfung in NRW – Was man jetzt dazu wissen sollte

| Lesedauer: 7 Minuten
Lancet-Studie: Dritte Impfung nicht unbedingt notwendig

Lancet-Studie: Dritte Impfung nicht unbedingt notwendig

Der Start der Impfkampagne gegen das Coronavirus liegt nun einige Zeit zurück. Damit werden die Fragen zu Auffrischungs-bzw. Booster-Impfungen größer.

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NRW.  Die Übersicht zur Covid 19-Impfung in NRW: Impfungen nur noch bei Ärzten. Stiko rät Schwangeren und Stillenden zur Corona-Impfung.

  • Die Impfzentren in den Städten und Kreisen wurden Ende September geschlossen, Corona-Impfungen gibt es nun bei niedergelassenen Ärzten, im Betrieb oder bei Impfaktionen.
  • Auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können in NRW geimpft werden. Außerdem empfiehlt die Stiko Schwangeren und Stillenden die Corona-Impfung.
  • NRW hat Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene gelockert.
  • Auffrischungsimpfung hat in NRW im September begonnen
  • Informationen zu den Corona-Impfstoffen, ihrer Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen.

Seit Ende Dezember 2020 werden die Bürger in NRW gegen das Coronavirus geimpft. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Corona-Impfstoffe und die Impfkampagne in NRW.

Corona-Impfungen in NRW - Wo wird in NRW geimpft

Bei ihrem Hausarzt können Impfwillige selbst einen Termin vereinbaren. Lesen Sie hier, was es bei der Terminbuchung zu beachten gilt. Nach fast acht Monaten Betrieb wurden Ende September die 53 Impfzentren in den Kreisen und Städten geschlossen. Land und Kommunen betonen aber, dass das Ende der Impfzentren nicht das Ende der Impfungen gegen das Coronavirus ist. Die Impfungen werden überwiegend von niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten übernommen. Außerdem sollen verstärkt mobile Impfteams unterwegs sein.

Seit Juli bieten die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen, die die Impfzentren in NRW betreiben, auch Corona-Genesenen die Buchung von Einzelterminen an.

Corona-Drittimpfung: So läuft in NRW die Auffrischungs-Impfung

Seit September erhalten zunächst besonders gefährdete Gruppen wie Menschen mit Immunschwäche, Pflegebedürftige und Hochbetagte eine Drittimpfung. In Pflegeeinrichtungen übernehmen diese Impfung mobile Impfteams, wer zu Hause wohnt,kann sich beim behandelnden Arzt impfen lassen. Bis Ende Oktober sollen die Impfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen sein. In Einrichtungen wie Behindertenwerkstätten oder Demenz-Wohngemeinschaften sollen sie bis Ende des Jahres laufen.

Neben den Risikogruppen sollen auch all diejenigen, die bislang mit den Vektor-Impfstoffen von oder Johnson & Johnson geimpft wurden, im Herbst mit einem mRNA-Vakzin nachgeimpft werden. Das könne bei Betriebsärzten oder in den Hausarztpraxen erfolgen. Der Mindestabstand zur ersten Impfserie beträgt sechs Monate.

Anders als bei den Erstimpfungen im Winter und Frühjahr 2021 bestehe aber kein Grund zur Eile, so der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. Frank Bergmann. "Gerade bei Auffrischungsimpfungen sollte eine gewisse Gelassenheit möglich sein, da der Impfschutz nur nach und nach nachlässt."

Was Mediziner zur Corona-Impfung bei Schwangeren sagen

Mitte September hat die Ständigen Impfkommission (Stiko) auch Schwangeren empfohlen, sich grundsätzlich gegen Corona impfen zu lassen. Ungeimpften Schwangeren wird demnach eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ans Herz gelegt. Bislang war die Immunisierung nur für werdende Mütter mit besonderem Risiko empfohlen.

Auch ungeimpften Stillenden empfiehlt die Stiko eine Impfung, zudem rät sie „allen ungeimpften Personen im gebärfähigen Alter dringend die Impfung gegen Corona, so dass ein optimaler Schutz vor dieser Erkrankung bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft besteht“.

Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen in NRW

In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren generell gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlung nun ausgeweitet. Bei ihnen muss aber einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer oder Moderna) genutzt werden.

Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf. Die Stiko hatte die Corona-Impfungen zunächst nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen empfohlen.

Corona-Impfung bei Allergikern und bei Menschen mit Vorerkrankungen

Bei allen Impfstoffen können nach Anwendung allergische Reaktionen auftreten. Nicht geimpft werden dürfen demnach Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf die Inhaltsstoffe Polyethylenglykol (=Macrogol) und Tromethamin/Trometamol.

Das Helmholtz-Zentrum München hat auf seiner Seite allergieinformationsdienst.de Informationen für Allergiker in Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung zusammengefasst. Auch die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie hat in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften eine einseitige Patienteninformation veröffentlicht (PDF).

Menschen mit chronischen Krankheiten oder anderen Vorerkrankungen sollten vorab klären, ob sie tatsächlich geimpft werden können. Am Besten sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an, ob Ihre Erkrankung oder Ihre Medikamente für oder gegen eine Impfung sprechen. Lesen Sie auch: Corona-Impfung bei Vorerkrankungen: Das sollten Sie wissen

Corona-Impfungen in NRW - So geht es nach Schließung der Impfzentren weiter

Nach der Schließung der Impfzentren in den 53 Landkreisen und kreisfreien Städten übernehmen überwiegend niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte die weitere Immunisierung gegen das Coronavirus. Außerdem sollen verstärkt mobile Impfteams unterwegs sein.

In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt gibt es sogenannte Koordinierende Covid-Impfeinheiten. Sie sollen etwa das lokale Impfgeschehen und Impfangebote für vulnerable Personen überwachen oder flächendeckende Auffrischungsimpfungen planen.

Corona-Impfungen in NRW - Diese Impfstoffe werden eingesetzt und das ist zu Nebenwirkungen bekannt

Aktuell sind in Deutschland vier Impfstoffe zugelassen. Es handelt sich um die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson (die Impfstoffe im Vergleich).

Zuletzt in Deutschland zugelassen wurde der Impfstoff von Johnson & Johnson. Der Vektorimpfstoff muss im Gegensatz zu den übrigen Wirkstoffen nur einmal geimpft werden, damit er vollständig wirkt. Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson wird in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden..

Weitere Impfstoffhersteller haben die Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt, darunter der Produzent des russischen Sputnik V-Vakzins. Was bereits über die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe und mögliche Nebenwirkungen bekannt ist.

Weitere Informationen: So wirksam sind die Impfstoffe noch bei Mutationen

Lockerungen für Geimpfte und genesene Corona-Patienten

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann sich seit dem 14. Juni seinen Impfnachweis digital ausstellen lassen. Bereits Geimpfte können sich das dafür nötige Dokument in vielen Apotheken oder bei ihrem Hausarzt besorgen: Digitaler Impfnachweis: So bekommt man ihn in der Apotheke

Urlaub: Reisen ins Ausland für Geimpfte ohne Quarantäne - wo dies geht

Auch immer mehr Länder erlauben Geimpften die quarantänefreie Einreise, um dort Urlaub zu machen. In der EU gibt es nun einen europaweit gültigen Impfausweis. Wohin Corona-Geimpfte ohne Quarantäne reisen können.

Auf unserer Themenseite zum Coronavirus haben wir auch viele Informationen rund um die Corona-Impfung für Sie aufbereitet. In unserem täglichen Corona-Newsletter erfahren Sie zudem alles Wissenswerte zur Entwicklung der Corona-Pandemie in der Region.

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