Corona-Überblick

Corona in NRW: 2673 neue Covid-Fälle, Inzidenz steigt weiter

Lesedauer: 6 Minuten
Virologe Dittmer über den Lockdown und Schulöffnungen in NRW

Der Lockdown wurde verlängert. Virologe Dittmer erklärt, warum eine Diskussion über den Mund-Nasen-Schutz in Bezug auf Öffnungen wichtig wäre.

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Essen.   Die Zahl der Neuinfektionen in NRW ist um 2673 Fälle gestiegen - das sind 605 Fälle mehr als vor einer Woche. Der Corona-Überblick für NRW.

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 2673 angestiegen (Stand Mittwoch, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 11.869 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt aktuell bei 64,3 (Vortag: 60,9).

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: RKI meldet 2673 neue Fälle

526.695 Corona-Fälle (Stand: Donnerstag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 2673 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 11.869 neue Fälle. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit insgesamt 2.414.687 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert (Stand Donnerstag 0 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle ist um 75 gestiegen. So sind in NRW bislang 12.875 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben.


Coronazahlen vergangene Woche und letzten Monat

Dass die Zahlen wieder stiegen, zeigt der Vergleich mit den Coronazahlen aus der Vorwoche: Am vergangenen Donnerstag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 2068 (bundesweit: 10.207).

Vor vier Wochen waren in NRW 3250 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 17.549).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt aktuell nach RKI-Angaben bei 64,3. Damit liegt sie um 3,4 höher als am Vortag. Bundesweit meldet das RKI eine Wocheninzidenz von 61,7.

Das bedeutet, dass sich innerhalb einer Woche rechnerisch mehr als 61 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Februar hatten sich Bund und Länder auf einen Wert von 35 für weitere Lockdown-Lockerungen geeinigt.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Solingen mit einem Wert von 133,1 (Stand: Mittwoch). Gestern lag der Wert bei 121,8 (+11,3).

Im Märkischen Kreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 18,1 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Soest (-7,6).

Die meisten Neuinfektionen hat die Stadt Köln gemeldet (147). Dahinter folgen der Märkische Kreis (136), der Rhein-Sieg-Kreis (121) und Duisburg (103).

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren oft . Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende weniger getestet wird.


In NRW sind laut DIVI-Intensivregister 5442 von insgesamt 6426 Intensivbetten belegt. 590 Menschen werden aktuell mit einer Covid19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt, 346 davon beatmet. Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfzentren in NRW haben den Betrieb aufgenommen

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher insgesamt 1.087.792 Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden (allerdings bekommen alle Geimpften jeweils zwei Impfdosen). 327.280 Menschen erhielten bereits ihre zweite Dosis. Seit 8. Februar haben die Impfzentren in den Städten den Betrieb aufgenommen. Als erstes erhalten Menschen über 80 Jahren das Angebot, sich impfen zu lassen.

Coronaregelungen in NRW verlängert – leichte Lockerungen

Die NRW-Landesregierung hat die bestehenden Coronaverordnungen an die auf der letzten Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin gefassten Beschlüsse angepasst. In NRW bleiben die Regelungen der Coronaverordnungen im Wesentlichen bestehen.

Seit dem 22. Februar sind zunächst Grund- und Förderschüler der Primarstufe im Wechselmodell und mit halbierter Klassenstärke zurück in den Klassenräumen. Das gilt auch für Jahrgänge, die vor ihrem Schulabschluss stehen.

Die Kindertagesstätten in NRW sind ab dem 22. Februar wieder für alle Kinder geöffnet, dies jedoch weiterhin nur in einem eingeschränkten Regelbetrieb. Finanz- und Familienministerium in NRW haben angekündigt, den betroffenen Familien die Kita-Beiträge im Januar zu erstatten, Details stehen noch nicht fest.

Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien sind wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben.

In Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden - allerdings nur für Kinder bis ins Grundschulalter. Bau- und Gartenmärkte dürfen wieder Gemüsepflanzen und Saatgut sowie nötiges Zubehör verkaufen. Das übrige Sortiment der Märkte darf für die Kunden aber nicht angeboten werden.

Lockdown verlängert bis zum 7. März

Bund und Länder hatten zuvor bereits die bestehenden Lockdown-Regeln bis mindestens 7. März verlängert. Frisöre dürfen ab dem 1. März öffnen. Es bleibt bei den strengen Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich. So sind private Treffen nur noch mit einer einzelnen Person außerhalb des eigenen Hausstandes möglich, plus betreute Kinder.

Lesen Sie hier, welche Regeln aktuell in NRW gelten.

Wegen der aggressiveren Mutationen des Coronavirus haben sich Bund und Länder auch auf eine Änderungen bei der Maskenpflicht verständigt. So ist in Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf nun ein medizinischer Mund-Nase-Schutz Pflicht, FFP2-Masken sind ebenfalls möglich. Nicht mehr zugelassen im ÖPNV und Geschäften sind Alltagsmasken.

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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