Corona-Lage

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz bei mehr als 500

| Lesedauer: 7 Minuten
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NRW.   In NRW springt die Sieben-Tage-Inzidenz über die Marke von 500 - ein neuer Rekord. Das RKI meldet am 7935 Neuinfektionen. Der Corona-Überblick.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt aktuell bei 504,8 (gestern: 489,0) – bundesweit bei 528,2 (gestern: 515,7).
  • 7935 Corona-Neuinfektionen hat das RKI binnen eines Tages in NRW registriert.
  • 1812 Corona-Patienten werden in NRW-Kliniken behandelt.
  • 78,8 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 75,5 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz – 48,5 Prozent sind geboostert
  • Hier finden sie einen bundesweiten Überblick über die RKI-Daten.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 7935 neue Fälle gemeldet

Die Zahl der Corona-Fälle in NRW ist laut Robert-Koch-Institut um 7935 gestiegen und liegt nun bei insgesamt 1.558.884 (Stand: Montag).

In ganz Deutschland wurden 34.145 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 8.008.296 (Stand Montag 0 Uhr).

.Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Montag fünf neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 20.750 Menschen seit Beginn der Pandemie gestorben. Bundesweit starben 115.649 Menschen (+30).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 504,8 (bundesweit: 528,2). Es ist erneut ein neuer Höchstwert sowohl bundes- als auch NRW-weit seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020.

Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Aktuell werden über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt, für die es aber bis dato keine festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Die Sieben-Tage-Inzidenzen in NRW

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Wuppertal mit einem Wert von 842,2 (Stand: Montag). Gestern lag der Wert bei 787,0 (+55,2). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Recklinghausen mit 217,2 (-21,0).

In Mönchengladbach ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +151,7 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Düsseldorf (-57,2).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Köln gemeldet (1171). Dahinter folgen Dortmund (686), Duisburg (536) und Mönchengladbach (443).

Wie oft über das Wochenende haben Mülheim an der Ruhr, Solingen, Bonn, der Kreis Düren, der Kreis Heinsberg, der Rheinisch-Bergische Kreis, Gelsenkirchen, der Kreis Warendorf, der Kreis Herford, der Kreis Höxter, der Kreis Lippe, der Kreis Minden-Lübbecke, der Kreis Paderborn, Hamm, Herne, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Olpe und der Kreis Unna keinen neuen Fälle gemeldet.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

Menschen mit Covid-Diagnose in NRW-Krankenhäusern (Stand 14. Januar):

  • 1812 behandelte Corona-Fälle
  • davon 425 auf der Intensivstation
  • davon 281 beatmet

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5148 der 6008 Intensivbetten belegt. 860 Betten sind noch frei. Das entspricht 14,3 Prozent. (Stand: Donnerstag)

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 8,12 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 3,04.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 48,5 Prozent mit Booster-Impfung

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 35.547.501 an. Davon sind 14.127.840 Erstimpfungen und 13.537.461 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 78,8 Prozent. 75,5 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz – 48,5 Prozent haben sich bislang "boostern" lassen.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 74,9 Prozent (Zweitimpfung: 72,5 Prozent, Booster: 45,9 Prozent). Seit Dezember 2020 wurden in ganz Deutschland 157.130.393 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 13. Dezember 2021 können sich in NRW wie auch in vielen anderen Bundesländern Kinder ab fünf Jahren impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Entscheidung.

Im Juli 2021 hatte die Stiko ihre Impf-Empfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Stiko empfielt "Booster"-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren

Am 10. November 2021 hatte die Stiko ihre Impfempfehlung für Menschen unter 30 Jahre geändert: Wegen neuer Daten zu Nebenwirkungen rät die Stiko zur Impfung mit dem Impfstoff "Spikevax" von Moderna ab. Stattdessen wird zum Impfstoff "Comirnaty" von Biontech geraten.

Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Viele Städte haben die Impfzentren reaktiviert, es gibt in vielen Kommunen aber auch mobile Impfangebote, bei denen Erst, Zweit- oder Booster-Impfungen möglich sind.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die auch praxisfremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

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