Corona-Überblick

Corona in NRW: Fast 5000 Neu-Infektionen binnen eines Tages

Virologe Dittmer: Schweden ist den falschen Weg gegangen

Virologe Dittmer beantwortet Fragen zur aktuellen Lage. Unter anderem geht es um Antigen-Tests vor Weihnachten, Übersterblichkeit und Schweden.

Beschreibung anzeigen

Essen.   Zahl der Neuinfektionen ist in NRW im Vergleich zum Wert vor einer Woche um 50 Fälle gestiegen. RKI meldet 100 weitere Todesfälle. Der Überblick.

  • 4959 Corona-Neuinfektionen in NRW hat das Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages registriert (Stand: Donnerstag, 0 Uhr).
  • In Deutschland zählte das RKI 22.046 neue Corona-Infektionen an einem Tag.
  • 100 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind in NRW gemeldet worden. Damit sind es nun 3721 Todesfälle allein in NRW.
  • Solingen liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 249,9 in NRW weiterhin auf Platz 1 vor Hagen (245,4).

Corona in NRW: Leichter Anstieg bei Neuinfektionen im Wochenvergleich

272.026 Corona-Fälle (Stand: Donnerstag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 4959 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 22.046 neue Fälle.

Im Wochenvergleich hat die Zahl der Neuinfektionen in NRW um 50 zugelegt: Donnerstag vor einer Woche (26.11.) meldete das RKI 4909 neue Fälle für NRW.

+++ Aktuelle Fallzahlen aus Ihrer Stadt, neue Verordnungen, neue Erkenntnisse der Impfstoff-Forschung: Das Corona-Update hält Sie auf dem Laufenden. Hier kostenlos für den Newsletter anmelden! +++

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es weiterhin in Solingen mit einem Wert von 249,9 (Stand: 3.12.). Am Vortag lag der Wert bei 252,4 (-2,5). Platz zwei in der Liste belegt aktuell Hagen mit 245,4.

Corona in NRW: Viele Neuinfektionen in Köln und Duisburg

In der Städteregion Aachen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +49,8 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Essen (-27,2).

Die meisten Neuinfektionen wurden wurden in der Städteregion Aachen gemeldet (315). Dahinter folgen Köln (273), Duisburg (233) und der Kreis Recklinghausen (212).

Keine neuen Fälle gemeldet hat die Stadt Essen. Hinter solchen "0"-Meldungen dürften Übermittlungsprobleme oder Meldeverzögerungen stecken: Obwohl einzelne Städte Zahlen an das RKI melden, werden sie offensichtlich manchmal nicht registriert.

Zudem variieren die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen mitunter. Unterschiedliche Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. An Sonn- und Montagen werden zudem meist weniger Neuinfektionen gemeldet, weil es durch das Wochenende in Behörden zu einem Meldeverzug kommen kann.

Corona in NRW: Vier Städte und Kreise mit Inzidenz über 200

Schon seit Wochen gelten alle 53 Städte und Kreise in NRW als Corona-Risikogebiet, weil dort die Risikostufe von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten ist.

Bei der ersten Welle im Frühjahr war dies nie der Fall: Während die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche im Frühjahr NRW-weit nie über 50 lag, steht sie am Donnerstag bei 138,04 und stieg damit leicht im Vergleich zum Vortag (Dienstag 137,74). Anfang November hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit 177,9 ihren vorläufigen Höchststand erreicht.

In vier Großstädten und Landkreisen liegen die Inzidenzwerte über 200: Solingen (249,9), Hagen (245,4), Duisburg (220,6) und Wuppertal (204,2). Der Kreis Lippe liegt mit 194,8 knapp darunter.

Neun Städte und Kreise haben aktuell eine Inzidenz unter 100, den niedrigsten Wert meldet Münster mit 50,7 (Vortag: 53,9).

Seit dem 1. Dezember gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung, die strengere Kontaktregeln und weiter harte Einschränkungen für die Gastronomie vorsieht. Sie soll eine „Gesundheitsnotlage“ abwenden, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Das Einhalten der Kontaktbeschränkungen wird auch in der privaten Wohnung „dringend empfohlen“. Scharf kontrolliert wird das aber nicht. Laumann: „Wir schicken nicht am Heiligen Abend die Polizei in die Wohnzimmer.“

Corona: Das ist die Lage in den NRW-Krankenhäusern

Auch in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen ist die Lage sehr viel angespannter als noch im Frühjahr, wie aus den Daten der NRW-Landesregierung hervorgeht. Demnach lag zum Beispiel die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern zum Höhepunkt am 14. April bei 2101 Menschen – am Mittwoch (2.12.) lagen laut Statistik der Landesregierung NRW 4.196 an Covid 19 erkrankte Menschen im Krankenhaus.

Auch auf den Intensivstationen hat die Zahl der Corona-Patienten das bisherige Rekordhoch aus dem April übertroffen. Nach Zahlen des "DIVI-Intensivregisters" werden aktuell 950 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen in NRW behandelt (Stand Donnerstag, 5.19 Uhr). Mitte April waren es 657. Aktuell müssen 579 Corona-Patienten auf Intensivstationen in NRW beatmet werden.

Laut dem NRW-Gesundheitsministerium ist eine „deutliche Verengung“ der freien Kapazitäten festzustellen. Aufgrund lokaler Ausbrüche müssten sich auch immer wieder Krankenhäuser vorübergehend als nicht mehr aufnahmebereit abmelden. Aktuell sind rund 80 Prozent der Intensivbetten in Nordrhein-Westfalen belegt.

Corona: Lockdown bis 10. Januar 2021 verlängert

Seit dem 2. November gilt für ganz Deutschland ein "Lockdown Light": Zahlreiche Betriebe geschlossen, zudem gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Welche Regeln in NRW im Einzelnen gelten, lesen Sie hier.

Hier gibt es die Corona-Regeln und Bußgelder für NRW in der Übersicht.

Leserkommentare (71) Kommentar schreiben