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Corona in NRW - Reul warnt: Nicht dahin gehen, wo alle sind

Corona-Krise: Freiwillige können als Erntehelfer arbeiten

Das verhängte Einreiseverbot für Erntehelfer trifft die Landwirtschaft in NRW hart. Wer möchte, kann die Landwirte mit Arbeit unterstützen.

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Düsseldorf.  NRW-Innenminister Reul appelliert an Bürger, beliebte Ausflugsziele zu meiden. Kontrolliert werde überall. Die Entwicklungen im Newsblog.

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  • 18.557 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet (Stand 3. April, 16 Uhr). 224 Menschen sind in NRW nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben.
  • In den Seniorenheimen in Nordrhein-Westfalen gibt es nun 79 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid 19-Infektion.
  • Zwischenbilanz der Polizei: In den ersten Tagen des Kontaktverbots wurden 6500 Menschen bei Verstößen erwischt.
  • Die Zahl der weltweit Infizierten ist auf über eine Million gestiegen: unser Newsblog zum nationalen und internationalen Geschehen.
  • Hier finden Sie unsere Newsblogs aus den Städten.

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

22.59 Uhr: Die Corona-Krise trifft die Bestatter: Sie bekommen keine Schutzausrüstung mehr geliefert und nur wenige wollen noch als Sargträger arbeiten.

21.44 Uhr: Viele Familien werden Ostern nicht gemeinsam verbringen können. Hier finden Sie drei Beispiele, die von Tränen, Telefonaten und jahrzehntelangen Traditionen handeln.

21.06 Uhr: Unternehmer zeigen sich positiv überrascht von der Schnelligkeit, mit der das Land Zuschuss gewährt. Doch Vorsicht: Die Prüfung erfolgt später.

20.20 Uhr: Ostern - das ist eigentlich Hochsaison für Zoos. Doch infolge der Corona-Pandemie sind die Tierparks geschlossen - und fahren momentan Millionenverluste ein.

19.51 Uhr: Das Wetter wird schön, die Massen wollen raus. Doch schon beim Spaziergang oder der Auto-Spritztour stellt sich die Frage: Was ist erlaubt? Hier gibt's Antworten.

19.03 Uhr: In einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Euskirchen ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) wurden 46 Flüchtlinge positiv getestet.

Einbahnstraße für Fußgänger am Dortmunder Phönix-See

18.34 Uhr: In Gladbeck ist eine Seniorenzentrum-Bewohnerin positiv auf das Virus getestet worden. Der Wohnbereich, in dem die erkrankte Frau mit neun weiteren Personen lebt, wurde sofort unter Quarantäne gestellt.

17.51 Uhr: Wegen dem vorhergesagten schönen Wetter am Wochenende bittet die Stadt Dortmund ihre Bürger am Phönix-See um eine besonders Verhaltensregel und führt eine Einbahnstraßen-Regelung für Spaziergänger ein.

. Fußgänger, Radfahrer und andere Sportreibende sollen sich in dem Naherholungsgebiet im Uhrzeigersinn um den See bewegen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. „Die Stadt erklärt die Fußwege rund um den Phoenix-See daher zur Einbahnstraße.“ Wenn Menschen unterwegs seien und sich dann auch noch auf den Wegen entgegen kommen und begegnen, seien die Abstandsregeln kaum einzuhalten, so die Stadt.

17.43 Uhr: Trotz steigender Infektionszahlen lehnt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eine Mundschutzpflicht weiterhin ab: „Wer Mundschutz tragen will, kann das tun“, sagte er am Freitag in einer Sondersendung der NRW-Lokalradios.

„Die Frage ist nur, ob wir jetzt erneut, per Pflicht, bei 80 Millionen Menschen anordnen, dass man Mundschutz tragen muss und dann noch kontrolliert und Bußgelder ausstellen muss, wenn man den Mundschutz nicht an hat“, wandte er ein. „Ich halte das nicht für geboten.“

17.32 Uhr: Die Handelskammern in NRW fordern Nachbesserungen an den Soforthilfen für durch die Corona-Krise geschädigte Firmen. Von den Folgen seien zunehmend Mittelständler betroffen, die keine Soforthilfen erhielten, berichteten die Industrie- und Handelskammern NRW am Freitag. Auch für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten sollten deshalb direkte Hilfszahlungen geprüft werden. In anderen Bundesländern gebe es diese.

Sowohl der Bund als auch das Land hatten direkte Zuschüsse für Unternehmen beschlossen, deren Geschäft angesichts der Corona-Pandemie leidet oder ganz ausfällt. Betriebe mit bis zu fünf Angestellten können 9000 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15 000 Euro. Mittelgroße Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern können 25 000 Euro bekommen.

16.58 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul hat an die Bevölkerung appelliert, am bevorstehenden Wochenende besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren“, sagte er am Freitagmorgen dem WDR - zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt.

Bisher seien die Auflagen wegen des Coronavirus in NRW gut eingehalten worden, bilanzierte Reul. Bis 2. April habe es landesweit 7775 Verstöße gegeben - bei 18 Millionen Einwohnern. Es sei nicht verboten, für Spaziergänge in andere Städte zu fahren, stellte der Innenminister klar. Aber er wolle auch nicht dafür werben. „Am besten ist es, Sie bleiben im häuslichen Umfeld.“

Die Auflagen seien hart, aber die Alternative seien ein Ausgangsverbot oder Infektion und womöglich Krankheit und Tod gewesen. „Es geht hier nicht um ein Luxusproblem.“ In NRW dürfen maximal zwei Menschen zusammen in die Öffentlichkeit, Ausnahmen gelten für Familien.

16.25 Uhr: Der Rettungsdienst bei der Berufsfeuerwehr Köln hält das Tragen von selbstgenähten Gesichtsmasken in Corona-Zeiten für sinnvoll, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. „Wenn das alle haben würden, würden die Tröpfchen, die zwischen den Menschen hin und her fliegen entschleunigt“, sagte Alex Lechleuthner, Abteilungsleiter des Rettungsdienstes am Freitag. Generell wirkten Gesichtsmasken risikoreduzierend. „Je größer die Löcher sind, umso mehr Tröpfchen kommen durch“, sagte Lechleuthner. Man dürfe sich nur nicht komplett darauf verlassen, das sei dann eine falsche Sicherheit. Man könne das Tragen der Masken mit anderen Maßnahmen kombinieren - vor allem mit dem Abstand halten zu anderen Menschen.

16.22 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt weiter aber weniger stark als noch in den Tagen zuvor. Stand 16 Uhr hatte das Gesundheitsministerium 18.557 Fälle registriert und damit 943 Fälle mehr als am Donnerstagnachmittag.

Die Zahl der Todesfälle lag am Freitagnachmittag bei insgesamt 224 - einen Tag zuvor waren es noch 202 Verstorbene. Nach Angaben des Ministeriums befanden sich 1659 der Corona-Patienten am Freitag (10 Uhr) in stationärer Behandlung. 599 von ihnen wurden intensivmedizinisch betreut und 480 waren auf Beatmungsgeräte angewiesen.

16.13 Uhr: Nach den Hamsterkäufen in den vergangenen Wochen erwarten die Supermärkte in der kommenden Woche den nächsten Ansturm vor den Osterfeiertagen. Ostern ist im Lebensmittelhandel nach Weihnachten ohnehin die umsatzstärkste Zeit. Dieses Jahr kommen jedoch noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie dazu.

16.07 Uhr: Nach dutzenden Corona-Fällen steht ein Flüchtlingsheim in Euskirchen unter Quarantäne. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes seien 39 Bewohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, teilte die Bezirksregierung Köln am Freitag mit. Insgesamt seien in dem Heim 298 Flüchtlinge untergebracht, die alle auf Covid-19 getestet worden seien. 219 der Tests seien negativ ausgefallen, weitere Ergebnisse stünden noch aus.

16.05 Uhr: In der aktuellen Diskussion rund um das Coronavirus taucht er immer wieder auf: der Verdopplungszeitraum. Also der Zeitraum, in dem sich die Anzahl der Infizierten verdoppelt. Doch wie wissenschaftlich ist diese Kennzahl? Und was sagen all die aktuellen Zahlen eigentlich aus?

15.58 Uhr: Die Schulen in NRW sollen am 15. April erfahren, wie es mit dem Unterricht nach den Osterferien weitergeht. Das kündigte Schul-Staatssekretär Matthias Richter am Freitag in einer Email an alle Schulen an.

„Welche Verhaltensregeln ab dem 20. April 2020 gelten werden und welche Auswirkungen das auf den Schulbetrieb haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen“, heißt es dort. Am 15. April solle aber über den Zeitpunkt und die Form der Wiederaufnahme des Schulbetriebs informiert werden.

15.42 Uhr: NRW hofft auf langsameren Anstieg der schweren Corona-Infektionen. Die Kurve der Corona-Infektionen steigt zwar weiter an, doch es gibt erste Hoffnungsschimmer. Derzeit verdoppelt sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in NRW etwas langsamer. Am Freitag habe der Zeitraum bei 9,4 Tagen gelegen, sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann. Drei Tage zuvor waren es noch 8,9 Tage. „Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung“, so Laumann.

Wenn aber die Infektionszahlen im aktuellen Tempo anstiegen, würde es Ende April schon 136.000 Infizierte in NRW geben, rechnete er vor. Wenn man dagegen auf eine Verdoppelung alle 12 Tage käme, wären es „nur“ etwa 85.000 Corona-Infizierte. Er hoffe auf einen Zeitraum von 12 bis 15 Tagen.

15.35 Uhr: Erst hieß es: Ein Mundschutz bringt nichts, um sich gegen das Coronavirus zu schützen. Jetzt heißt es: Es ist doch besser, einen Mundschutz zu tragen. Ja… was denn nun? Wir fragen im Podcast bei einem nach, der es wissen muss: Prof. Ulf Dittmer, Leiter der Virologie am Universitätsklinikum Essen.

15.12 Uhr: Überraschende Wende im Fall der beschlagnahmten Atemschutzmasken: Nachdem Zivilfahnder am Mittwoch an einer Tankstelle in Gelsenkirchen zwei polizeibekannten Männern fast 1600 Masken abgenommen hatten, legten die beiden am Freitag eine Rechnung vor. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die beiden Gelsenkirchener die Atemschutzmasken rechtmäßig erworben haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft seien die beschlagnahmten Masken umgehend wieder ausgehändigt worden, teilte die Polizei mit.

Kurz darauf hätten die Männer ein Gelsenkirchener Krankenhaus aufgesucht und dort fast 400 Atemschutzmasken gespendet. Über die Hintergründe dieser Spende wurde zunächst nichts bekannt. Am Donnerstag hatte die Polizei noch eine unklare Herkunft vermutet und den beiden gewerbsmäßige Hehlerei vorgeworfen.

15.08 Uhr: Das traditionelle Radrennen „Rund um Köln“ wird es in diesem Jahr nicht geben. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde die für den 14. Juni geplante 104. Auflage des Rennens abgesagt. Es wird in diesem Jahr auch keinen Ersatztermin geben. Ob das Rennen 2021 stattfinden kann, sei offen.

„Die Chancen steigen, dass es "Rund um Köln" auch 2021 noch geben wird, wenn jeder im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten seinen Teil dazu beiträgt“, sagte Geschäftsführer Markus Frisch von der „Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH“, die das Rennen erstmals organisieren sollte: „Das wird hart, aber es ist möglich.“

15.03 Uhr: Das BVB-Stadion in Dortmund wird ab Samstag zum Behandlungszentrum gegen das Coronavirus. Die Nordtribüne des Dortmunder Signal-Iduna-Parks wurde vom Verein und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) entsprechend umgebaut. Das Zentrum ist täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

„Unser Stadion ist das Aushängeschild der Stadt, für fast jeden in Dortmund und Umgebung ein Fixpunkt und durch seine technischen, infrastrukturellen und räumlichen Bedingungen der ideale Ort, um gerade jetzt Menschen aktiv zu helfen, die potenziell vom Corona-Virus infiziert sind bzw. über entsprechende Beschwerden wie Atemwegserkrankungen und Fieber klagen“, erklärten die Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer in einer Mitteilung: „Es ist unsere Pflicht und unser Wunsch, alles in unserer Macht stehende dafür zu tun, dass diesen Menschen geholfen wird.“

14.51 Uhr: Wegen Corona wurden viele Konzerte und Veranstaltungen abgesagt. Die Verbraucherzentrale NRW fordert Eventim auf, Verbrauchern das Geld zu erstatten.

14.33 Uhr: Die Auto-Produktion von Ford soll bis mindestens zum 4. Mai weiter ausgesetzt bleiben. „Wir hoffen, dass sich die Lage im kommenden Monat wieder verbessern wird“, sagte Ford Europa-Chef Stuart laut einer Mitteilung von Freitag. „Unsere Planungen für den Wiederanlauf des Betriebs basieren auch weiterhin darauf, wie sich die Bedingungen entwickeln und welche Vorgaben wir vor Ort von den Regierungsstellen erhalten.“

Mitte März hatte der Autobauer bereits den Stopp der Produktion für die Standorte in Köln und Saarlouis sowie das spanische Valencia und Craiova in Rumänien verkündet. Wenig später folgten auch zwei britische Produktionsstätten.

14.30 Uhr: Tierschützer sind alarmiert. Aufgrund des Kontaktverbots und der Schließung von Einzelhandel, Restaurants und Cafés sind nur noch wenige Menschen in den Innenstädten unterwegs. Peta fürchtet, dass deshalb Tauben verhungern und fordert eine Aussetzung des Fütterungsverbots. Die Stadt Essen lehnt das ab, prüft aber Alternativen.

14.22 Uhr: Selbstgenähte Atemschutzmasken könnten Engpässe an Krankenhäusern ausgleichen. Nicht für alle Oberhausener Kliniken kommt das in Frage.

14.01 Uhr: Der WDR strahlt für die wegen der Corona-Pandemie zu Hause weilenden Kinder auch in der Osterferienzeit ein Sonderprogramm aus. In den beiden Ferienwochen ab dem 6. April werde es werktags und am Ostermontag von 9 Uhr an einen dreistündigen Mix aus Information und Unterhaltung geben, erklärte der Sender am Freitag in Köln. Unter anderem sind Sonderausgaben der „Sendung mit der Maus“ und Abenteuer von „Rennschwein Rudi Rüssel“ zu sehen.

Die Sendestrecke löst damit vorerst das Spezialprogramm „Der etwas André Unterricht“ ab, den Moderator André Gatzke („Die Sendung mit der Maus“) mit der Grundschullehrerin Pamela Fobbe präsentiert hatte.

13.33 Uhr: Ein 44-Jähriger, der im Zuge der Corona-Krise vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, soll jetzt wieder ins Gefängnis: Zwei Tage nach seiner Freilassung ist er laut Wuppertaler Polizei als mutmaßlicher Ladendieb erwischt worden.

Der Mann war trotz Hausverbots in einen Supermarkt gekommen und dort beim Diebstahl von Kosmetikartikeln ertappt worden. Da er auch noch ein Beil in seinem Stoffbeutel dabei hatte, wird nun wegen Diebstahls mit Waffen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl beantragt.

13.28 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vermisst in der Zeit der Kontaktbeschränkungen unter anderem Treffen mit Freunden. Dazu habe er auch sonst nicht viel Zeit gehabt, aber das sei am Wochenende mal möglich gewesen, sagte Laschet am Freitag in einer der Sendung der privaten NRW-Lokalradios. „Ich vermisse auch die Fußballbundesliga“, sagte er. Das Einkaufsgefühl in der Stadt, wo viele Leute sich begegnen und wo Leben sei, fehle ihm auch. „Es ist mir etwas zu still“, sagte der Ministerpräsident in der Sendung.

13.15 Uhr: Trotz der Corona-Epidemie dürfen die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihre privaten Zweitwohnungen aufsuchen und darin wohnen. „Das ist nicht verboten“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Dazu gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen.

13.08 Uhr: Neun von zehn Patienten, die in NRW bislang auf das Corona-Virus getestet wurden, sind nicht infiziert. Diese Quote zeige, dass in NRW bereits sehr viel getestet werde, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Möglich wären in NRW gut 20.000 Tests pro Tag. Diese Kapazität werde derzeit nicht ausgeschöpft. Die Entscheidung liege im Ermessen der Ärzte, sagte Laumann. Kriterien für einen Corona-Test seien die Symptome, Kontakte mit Corona-infizierten und der Aufenthalt in einem Krisengebiet.

13.04 Uhr: Ein Pfarrer aus Rösrath bei Köln hat einem Toilettenpapier-Dieb auf humorige Art die Leviten gelesen. Der Unbekannte habe während des letzten Gottesdienstes, der vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch möglich war, nahezu den gesamten Klopapier-Vorrat aus dem evangelischen Gemeindehaus Volberg gestohlen, wie Pfarrer Thomas Rusch am Freitag sagte. Daraufhin veröffentlichte er auf der Gemeinde-Homepage einen Andacht-Text: „Lieber Dieb, wenn Du dies liest: Ich wünsche Dir einen "segensreichen Gebrauch", und hiermit erteile ich Dir pastorale "Absolution".“ Eine Bitte fügt der Pfarrer noch an: „Bitte teile mit Deinen Nachbarn“.

12.57 Uhr: Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat an die Bürger appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten. Das betreffe nicht nur Reisen innerhalb von NRW, sondern auch die beliebten Osterurlaube in den Niederlanden und in Belgien, sagte der Minister am Freitag in Düsseldorf. „Nicht notwendige Grenzübertritte müssen unterbleiben.“ Auch touristische Reisen innerhalb Nordrhein-Westfalens müssten in diesen Zeiten unterlassen werden.

Dennoch blieben die Grenzen grundsätzlich offen, unterstrich Holthoff-Pförtner. Die Lieferketten müssten sichergestellt und Pendlerverkehr im Arbeitsleben ermöglicht werden. „Geschlossene Grenzen lösen kein einziges Problem“, sagte der Minister. „Offene Grenzen sind eine europäische Errungenschaft.“ Dieses Gut dürfe man nicht auf dem „Altar vermeintlich einfacher Lösungen opfern“.

12.34 Uhr: Trotz der steigenden Zahl an Corona-Todesfällen in Pflegeheimen will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann keinen Aufnahmestopp. Es werde aber bei Neuaufnahmen eine 14-tägige Isolierung der neuen Bewohner und ausnahmslos Corona-Tests geben, sagte er am Freitag in Düsseldorf.

In 134 Pflegeheimen seien bisher 79 Menschen an Covid-19 gestorben. Das zeige, dass Pflegeheime „der sensibelste Bereich“ in der Corona-Krise seien. Laumann forderte außerdem die Heimaufsichten der Kreise auf, Einrichtungen verstärkt zu beobachten, da es ja ein striktes Besuchsverbot gebe. Er wolle das aber nicht als Kontrolle verstehen.

12.31 Uhr: Die Polizei Essen hat ihre Razzien gegen Clan-Kriminalität wegen der Corona-Krise nur wenig reduziert. Darauf hat Polizeisprecher Thomas Weise am Freitag hingewiesen. In den vergangenen 14 Tagen seien weiterhin Gaststätten, Einzelhändler oder Autohäuser überprüft worden, betonte der Sprecher. Allerdings habe die für diese „Präsenzmaßnahmen“ zuständige Bereitschaftspolizei zuletzt „in Sachen Corona auch andere Aufgaben übernehmen müssen“. Weise machte keine Angaben darüber, wie viele Einsätze genau es in den vergangenen Wochen gab. In den Monaten vor der Corona-Krise seien es im Schnitt vier pro Woche gewesen.

12.15 Uhr: Der Märkische Kreis bestätigt einen weiteren Corona-Todesfall. Danach ist ein 56 Jahre alter Mann aus Iserlohn in einem Krankenhaus an den Folgen einer Infizierung mit Sars-CoV-2 gestorben. Weil der Mann in einem anderen Kreis im Krankenhaus lag, liegen in Lüdenscheid dazu noch keine detaillierten Informationen vor.

12.08 Uhr: Die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 steht in der Corona-Krise zurück, grundsätzlich will Sportmanager Michael Mronz aber an ihr festhalten. „Aktuell gibt es sicherlich andere Themen, die die Menschen interessieren als 2032. Themen wie allen voran die Gesundheit der Menschen und wann und wie kann das öffentliche Leben wieder aufgenommen werden und damit das wirtschaftliche Zusammenleben“, sagte Mronz.

12.01 Uhr: Der deutsche Amateur-Fußball steht auf unbestimmte Zeit still. Die 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich gemeinsam auf eine Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ab den Regionalligen bis auf Weiteres verständigt. Das teilten die Verbände am Freitag mit. Eine mögliche Fortsetzung werde mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen angekündigt, um allen Vereinen ausreichend Planungssicherheit zu gewähren. „Nur Mediziner und die zuständigen Behörden können seriös beurteilen, wann Fußballspielen ohne Risiko wieder möglich ist“, sagte Bernd Neuendorf, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM).

11.48 Uhr: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes NRW, hat auf Antenne Düsseldorf eine große Lieferung an Schutzkleidung in Aussicht gestellt. “Zusammen mit großen Unternehmen aus NRW werden wir mehrere Millionen an Schutzkleidung schon in den nächsten Tagen haben”, sagte er. Er gehe von Ende nächster Woche aus. Aktuell sei es für Laschet eines der leidigsten Themen überhaupt.

10.45 Uhr: Nach Informationen des Ministeriums waren am Donnerstagnachmittag (Stand 16 Uhr) 17.614 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Freitagmorgen sind es nun 920 mehr.

10.38 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat in drei Sprachen an Deutsche und Belgier appelliert, über die Osterfeiertage nicht in sein Land zu reisen. „Kom niet naar Nederland, Bleib zu Hause, restez à la maison!“, sagte Rutte am Donnerstag nach einer Krisensitzung des Kabinetts, wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtete. Auch die Niederländer rief der Regierungschef angesichts der Corona-Pandemie auf, keine Reisen zu unternehmen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Rutte setzt dabei auf Freiwilligkeit. Von einem Verbot könne keine Rede sein, sagte er laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Grenzkontrollen soll es demnach über Ostern nicht geben.

10.17 Uhr: Nach Informationen des Ministeriums ist es in drei Städten und Gemeinden noch zu keinem Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gekommen: Stand Freitag (10 Uhr) ist in Bielefeld, Herne und Oberhausen noch kein Patient verstorben. Am Donnerstag meldete die Stadt Dortmund den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

10.10 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht: Das Ministerium spricht aktuell von 18.534 Infizierten und 220 Todesfällen. Köln ist derzeit die Stadt mit der größten Anzahl an Corona-Infektionen (1657). Dahinter folgt der Kreis Heinsberg (1406). Mit 40 Todesfällen hat Heinsberg die meisten Opfer zu beklagen.

9.42 Uhr: Ein Minus von 90 Prozent beschert der Coronavirus dem Unternehmen Taxi Stern. Denn die Kunden fragen Taxifahrten kaum mehr nach. So geht es derzeit den meisten Taxiunternehmen in Hattingen. Einige haben bereits Hilfen beim Land beantragt.

9.35 Uhr: Betreiber von Hilfetelefonen in Nordrhein-Westfalen berichten von deutlich mehr Anrufen in der Corona-Krise. „Was wir jetzt gerade erleben, ist wirklich einmalig“, sagt Stefan Schumacher, Leiter der Telefonseelsorge in Hagen. Pausen gebe es für die vielen ehrenamtlichen Telefonseelsorger derzeit kaum. Auf der anderen Seite höre er von seinem Team, dass die Menschen sehr dankbar seien, weil das Reden wirklich helfe.

9.17 Uhr: Sportphilosoph Gunter Gebauer ist Fußballfan. So wie alle, muss auch er in der aktuelle Situation auf Fußballspiele verzichten. "Es ist eine harte Zeit für jemanden, der die Gewohnheit hat, Bundesliga-Spiele zu schauen und mit der Familie darüber zu reden", sagt er. Im Interview spricht er über den Stillstand, eine mögliche Chance durch die Krise und die Sehnsucht nach Spielen.

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8.57 Uhr: Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko im Freien? Wie gefährdet sind Schwangere? Virologe Prof. Dr. Ulf Dittmer beantwortet Fragen zur Coronakrise im Video. „Wenn man direkt an anderen Personen vorbei joggt, die gerade husten, niesen oder auch nur sprechen, kann man sich auch beim Joggen oder Spazierengehen eventuell anstecken“, sagt Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts der Virologie an der Uniklinik Essen.

Coronavirus: Virologe über die Ansteckungsgefahr im Freien
Coronavirus: Virologe über die Angesteckungsgefahr im Freien

8.41 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat an die Bevölkerung appelliert, am bevorstehenden milden Wochenende besonders beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Es sollten nicht alle dahin fahren, wo alle hinfahren“, sagte er am Freitagmorgen dem WDR - zum Beispiel in Köln und Düsseldorf an den Rhein. Sonst gebe es neue Probleme mit fehlendem Abstand und zu engem Kontakt. Bisher seien die Auflagen wegen des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen gut eingehalten worden, bilanzierte Reul. Bis zum 1. April habe es landesweit 7300 Verstöße gegeben - bei 18 Millionen Einwohnern. Es sei nicht verboten, für Spaziergänge in andere Städte zu fahren, stellte der Innenminister klar. Aber er wolle auch nicht dafür werben. „Am besten ist es, Sie bleiben im häuslichen Umfeld.“

8.26 Uhr: Kliniken im Revier bereiten sich in der Coronakrise auch auf ethische Fragen und Triage vor. Im Elsass werden Corona-Patienten über 80 Jahre nicht mehr beatmet, auch in Italien haben ältere Menschen bei der Triage das Nachsehen.

8.07 Uhr: Kontaktverbote, geschlossene Geschäfte und Gaststätten. Seit gut zwei Wochen steht das Leben im Land weitgehend still. Doch viele Menschen im Revier haben sich mit der Ausnahmesituation arrangiert und versuchen, das Beste daraus zu machen – zumindest vorübergehend. Drei Beispiele, stellvertretend für viele.

7.53 Uhr: Die Corona-Krise bringt den Transfermarkt durcheinander - das betrifft auch die BVB-Profis Jeremy Toljan, Mahmoud Dahoud und Mario Götze. Die Fußballspieler müssen in der aktuellen Situation umdenken.

7.42 Uhr: Ausfallendes Gemeindeleben in der Corona-Krise macht erfinderisch: Um den Gläubigen über Ostern etwas an die Hand zu geben, verteilt eine Gelsenkirchener Gemeinde tütenweise christliche Symbole für das Osterfest daheim. Für die Zeit ab Palmsonntag sind dort beispielsweise ein gesegneter Palmzweig, eine Osterkerze oder ein Taschentuch für den Karsamstag zu finden - Symbol für Trauer über den Tod von Jesus Christus. „Das Ganze ist gemeint als tägliche Raststation von Palmsonntag bis Ostern“, sagte Pfarrer Bernd Steinrötter. Dazu gibt es jeweils „Beipackzettel“ mit Hinweisen und Impulsen für die innere Einkehr.

7.28 Uhr: Egal ob die klassische dreilagige Variante, die luxuriöse vierlagige oder die umweltschonende aus recyceltem Papier: Wer dieser Tage Toilettenpapier kaufen möchte, steht vor einer Herausforderung. Toilettenpapier ist gefragter denn je.

Corona: Verstärkte Kontrollen am Wochenende angekündigt

7.21 Uhr: Am 1. März ist im Kölner Museum Ludwig eine Ausstellung über den Konzeptkünstler Wade Guyton zu Ende gegangen - doch die rund 200 Leihgaben aus den USA stehen immer noch im Museum. Die Kosten für den Rücktransport seien aufgrund der zusammengestrichenen Flüge in Zeiten der Corona-Krise jetzt massiv von 75 000 auf 330 000 Euro gestiegen. Das sei allerdings noch nicht einmal der ausschlaggebende Grund, sagte Direktor Yilmaz Dziewior der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist sicherer, wenn die Arbeiten bei uns sind als wenn sie irgendwo im Transit stehen.“ Ausgeliefert würden sie derzeit sowieso nicht. Das Vorgehen sei mit Museen und privaten Leihgebern abgesprochen worden.

7.00 Uhr: Auch Star-DJ Felix Jaehn ist von der Kontaktsperre betroffen, findet die Regel aber angemessen. "Ich glaube, das ist jetzt unsere Bürgerpflicht. Wenn es einen Kurs gibt, müssen wir den auch alle gemeinsam durchziehen. Ansonsten kann das nicht funktionieren", sagt Jaehn im Interview. Damit er aber nicht komplett auf Festivals verzichten muss, hat sich der 25-Jährige etwas einfallen lassen.

6.42 Uhr: Am vergangenen Wochenende fuhr die Polizei in NRW 700 Einsätze, um Verstöße gegen die soziale Distanz zu ahnden und das Kontaktverbot durchzusetzen. Für Samstag und Sonntag werden Temperaturen um die 20 Grad erwartet. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat dementsprechend in der Aktuellen Stunde am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass Polizei und Ordnungskräfte am Wochenende verstärkt kontrollieren werden. Bisher hätten sich die Menschen laut Reul weitestgehend vernünftig verhalten. Daher plane das Land auch kein Verbot mit Blick auf Tagesausflüge. "Wenn wir ein solches Verbot hätten, dann müssten wir am Ende auch Grenzkontrollen zwischen NRW und den Niederlanden und Belgien einrichten", so Reul im WDR.

Freitag, 6.14 Uhr: Trotz der steigenden Zahl von Corona-Tests haben viele Labore nach Branchenangaben noch ausreichend Kapazitäten. Personalengpässe gebe es nicht, da die Laboruntersuchungen in anderen Bereichen derzeit stark rückläufig seien, sagte ein Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL) der Deutschen Presse-Agentur in Köln: „Wer jetzt nicht unbedingt zum Arzt gehen muss, der geht nicht.“ Probleme bereite inzwischen allerdings die Materialbeschaffung. Die Verbrauchsmaterialien wie Tupfer und Plastikplättchen sind knapp und teuer geworden“, sagt auch Fabian Wisplinghoff, ärztlicher Leiter eines großen Kölner Labors. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Lieferanten habe er Engpässe bisher aber ausgleichen können. Im dem Labor werten die Mitarbeiter momentan täglich rund 5000 Corona-Tests aus. „Wir könnten aber die doppelte Anzahl schaffen“, sagte Wisplinghoff.

Donnerstag, 22.52 Uhr: Die Zahl der weltweit Infizierten ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf über eine Million gestiegen. Alle deutschlandweiten und internationalen Nachrichten der Corona-Krise können Sie hier in unserem Newsblog verfolgen.

21.36 Uhr: Wann rollt der Ball wieder? Und: Ist das in der gegenwärtigen Situation überhaupt die richtige Frage? Darüber sprechen unsere Sport-Redakteure im Podcast "Fußball inside". Hier können Sie reinhören!

21.04 Uhr: Geschäftsleitung und Betriebsrat von Trilux haben für die Standorte Hüsten und Köln eine Regelung für Kurzarbeit getroffen. So versucht das Unternehmen, die Gehaltseinbußen für die Mitarbeiter möglichst gering zu halten.

Corona in Seniorenheimen: "Eine unerträgliche Situation"

20.28 Uhr: Einsamkeit - das ist gerade auch in den Seniorenheimen ein großes Thema in dieser Zeit. Das Besuchsverbot macht es den Bewohnern oft unmöglich, ihre Angehörigen zu sehen. Ein Essener Heim hat eine Alternative gefunden.

20.05 Uhr: „Es ist eine unerträgliche Situation, dass wir die, die derzeit so Großartiges leisten, unser Personal, nicht richtig schützen können.“ Hier schildern Leiter von Seniorenheimen, wie sie sich auf Corona-Fälle in ihren Einrichtungen vorbereiten - und wo sie dabei auf Probleme stoßen.

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