Corona-Lage

Corona NRW: 6712 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 216,9

| Lesedauer: 9 Minuten
Quarantäne-Regeln für Infizierte und Kontaktpersonen

Quarantäne-Regeln für Infizierte und Kontaktpersonen

Die komplexen Quarantäne-Regeln unterscheiden zwischen geimpften und ungeimpften Menschen, mit und ohne Symptome, Delta oder Omikron - sowie Kontaktpersonen.

Beschreibung anzeigen

NRW.   Das RKI meldet am Dienstag 6712 Neuinfektionen für NRW. 59 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Corona-Lage.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt aktuell bei 216,9 (gestern: 206,2) – bundesweit bei 239,9.
  • 6.712 Corona-Neuinfektionen hat das RKI binnen eines Tages in NRW registriert.
  • Von den Corona-Patienten liegen 585 auf einer Intensivstation.
  • 78 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 74,2 Prozent haben vollen Impfschutz. 41,5 Prozent haben bereits eine Booster-Impfung erhalten.
  • Hier finden sie einen bundesweiten Überblick über die RKI-Daten.
  • Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei und die Daten deshalb nur bedingt aussagekräftig seien. Mit wirklich belastbaren Daten zum Infektionsgeschehen in Deutschland sei erst ab der zweiten Januarwoche zu rechnen.

Aktuelle Fallzahlen aus Ihrer Stadt, neue Verordnungen, neue Erkenntnisse der Impfstoff-Forschung: Das Corona-Update hält Sie auf dem Laufenden. Hier kostenlos für den Newsletter anmelden!


  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 6.712 neue Fälle beim RKI gemeldet

1.399.691 Corona-Fälle (Stand: Dienstag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 6.712 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 30.561 neue Fälle.

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Montag 59 neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 20.413 Menschen seit Beginn der Pandemie gestorben. Bundesweit starben 112.579 Menschen Menschen (+356). Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 216,9 (bundesweit: 239,9). Es ist der sechste Tagesanstieg in Folge.

Das RKI weist darauf hin, dass die aktuell gemeldeten Daten womöglich "nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage in Deutschland ergeben könnten", weil während der Feiertage und zum Jahreswechsel "mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist". Mit wirklich belastbaren Daten zum Infektionsgeschehen in Deutschland sei erst ab der zweiten Januarwoche zu rechnen, so das RKI.

Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Nun sollen über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt werden, für die es aber keine festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Die Sieben-Tage-Inzidenzen in NRW

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Düsseldorf mit einem Wert von 354,1 (Stand: Dienstag). Gestern lag der Wert bei 332,5 (+21,6). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Olpe mit 92,2 (+5,2).

Im Kreis Minden-Lübbecke ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +67,7 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Mettmann (-44,6).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Köln gemeldet (581). Dahinter folgen der Kreis Minden-Lübbecke (449), die Städteregion Aachen (427) und der Kreis Borken (304).

In jeder Stadt und in jedem Kreis wurden neue Fälle an das RKI gemeldet (Stand 0 Uhr).

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den NRW-Kliniken sind aktuell 5078 der 5851 Intensivbetten belegt. 840 Betten sind noch frei. Das entspricht 14,2 Prozent. (Stand: 3.Januar).

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 11,26 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 2,61. (Stand: 3. Januar)

585 Covid-19-Patienten sind in NRW derzeit im Krankenhaus auf einer Intensivstation, davon werden 385 künstlich beatmet. (Stand: 3. Januar)

Zum Vergleich: Die Zahl der Covid-Klinikpatienten in NRW erreichte Ende Dezember 2020 ihren bis dato höchsten Wert mit 6000. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember 2020 und Anfang Mai 2021 mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in NRW-Kliniken behandelt werden.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 41,5 Prozent bereits mit Booster-Impfung

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 33.929.044 an. Davon sind 13.987.305 Erstimpfungen und 13.289.144 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 78 Prozent. 74,2 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz – 41,5 Prozent haben sich bislang "boostern" lassen. (Stand: 30.12.)

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 74,2 Prozent (Zweitimpfung: 71,2 Prozent, Booster: 38,9 Prozent). Seit Dezember 2020 wurden in ganz Deutschland 149.673.801 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 13. Dezember können sich in NRW wie auch in vielen anderen Bundesländern Kinder ab fünf Jahren impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Entscheidung.

Im Juli hatte die Stiko ihre Impf-Empfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Stiko empfielt "Booster"-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren

Am 10. November hatte die Stiko ihre Impfempfehlung für Menschen unter 30 Jahre geändert: Wegen neuer Daten zu Nebenwirkungen rät die Stiko zur Impfung mit dem Impfstoff "Spikevax" von Moderna ab. Stattdessen wird zum Impfstoff "Comirnaty" von Biontech geraten.

Angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland empfiehlt die Stiko die "Booster"-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren in Deutschland bereits nach drei Monaten. Weitere Informationen finden sich hier.

Lesen Sie auch: Boostern für 12- bis 17-Jährige nun auch in Impfstellen in NRW möglich

In NRW sind Auffrischungsimpfungen nun also auch bereits drei Monate nach der Zweitimpfung möglich. Zwischenzeitlich hatte es Verwirrung gegeben, weil die Landesregierung in einem Erlass einen zeitlichen Mindestabstand von vier Wochen genannt hatte. Dies gelte jedoch nur für Menschen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, stellte das NRW-Gesundheitsministerium später klar.

Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Viele Städte haben die Impfzentren reaktiviert, es gibt in vielen Kommunen aber auch mobile Impfangebote, bei denen Erst, Zweit- oder Booster-Impfungen möglich sind.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die auch praxisfremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

Corona in NRW: Hier gibt es weitere Informationen

Auch noch interessant

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Corona NRW

Leserkommentare (358) Kommentar schreiben