Corona-Lage

Corona in NRW: Landesweit zwei Kreise mit Inzidenz über 400

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Virologe: Impfpflicht für bestimmte Berufe muss kommen

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Eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche müsse "sofort" kommen, erklärt Virologe Dittmer im Interview. Außerdem Thema: Reichen die neuen Regeln?

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Essen.   Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Sonntag bei 276,4. Mehr als 5800 Corona-Neuinfektionen wurden registriert. Der Überblick.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Sonntag bei 276,4 - bundesweit sogar auf 446,7 (gestern: 444,3).
  • 5835 Corona-Neuinfektionen hat das RKI in NRW registriert.
  • In NRW sind 5203 der 5849 Intensivbetten belegt. Von den Corona-Patienten liegen 667 auf einer Intensivstation.
  • 75 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 71,6 Prozent haben vollen Impfschutz. 10,3 Prozent haben bislang eine Booster-Impfung erhalten.
  • Hier finden sie einen bundesweiten Überblick über die RKI-Daten.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 5835 neue Fälle beim RKI gemeldet

1.161.161 Corona-Fälle (Stand: Sonntag) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 5835 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 44.401 neue Fälle. Die Zahl der bundesweit gemeldeten Infektionen seit Pandemiebeginn stieg auf 5.761.696.

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Sonntag 11 neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 18.895 Menschen seit Beginn der Pandemie gestorben. Bundesweit starben 100.883 Menschen (+104).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 276,4 (bundesweit: 446,7).

Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Künftig sollen über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt werden, für die es aber keine festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

In 48 nordrhein-westfälischen Städten oder Kreisen liegt die Inzidenz aktuell höher als 200, in zwei davon höher als 400. In allen 53 Städten oder Kreisen liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Oberbergischen Kreis mit einem Wert von 408,9 (Stand: Sonntag). Gestern lag der Wert bei 404,9 (+4,0). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Coesfeld mit 171,3 (-1,8).

In Mülheim/Ruhr ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +33,3 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Rheinisch-Bergischen Kreis (-60,4).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Köln gemeldet (588). Dahinter folgen die Städteregion Aachen (296), Düsseldorf (255) und der Rhein-Sieg-Kreis (245).

Keine neuen Fälle gemeldet haben Essen, Solingen, der Kreis Euskirchen, der Kreis Heinsberg, der Rheinisch-Bergische Kreis, Gelsenkirchen, der Kreis Minden-Lübbecke und Herne.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5203 der 5849 Intensivbetten belegt. 646 Betten sind noch frei. Das entspricht 11,04 Prozent. (Stand: 27.11., 12.15 Uhr).

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 12,86 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 4,13 (Stand Samstag, 0 Uhr).

2595 Covid-19-Patienten sind in NRW derzeit im Krankenhaus, davon 667 auf einer Intensivstation (Stand: 27. November), davon 315 künstlich beatmet. Zum Vergleich: Die Zahl der generell mit Covid in einer Klinik behandelten Menschen erreichte Ende Dezember 2020 ihren bis dato höchsten Wert mit 6000. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember 2020 und Anfang Mai 2021 mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in Kliniken des bevölkerungsreichsten Bundeslandes behandelt werden.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 71,6 Prozent der Bürger haben vollen Impfschutz

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 27.360.951 an. Davon sind 13.447.374 Erstimpfungen und 12.838.448 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 75 Prozent. 71,6 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz – 10,3 Prozent haben sich bislang "boostern" lassen.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 71 Prozent (Zweitimpfung: 68,3 Prozent, Booster: 9,6 Prozent). Seit Dezember 2020 wurden in ganz Deutschland 120.376.028 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 7. Juni ist die Impf-Priorisierung in NRW aufgehoben. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich nun impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung der Impfung von Kindern abgegeben. In der EU ist der Impfstoff von Biontech für alle Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt hat die EMA auch den Impfstoff von Biontech für Kinder ab fünf Jahren freigegeben.

Am 1. Juli hat die Stiko ihre Impf-Empfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Stiko empfielt "Booster"-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren

Am 10. November hat die Stiko ihre Impfempfehlung für Menschen unter 30 Jahre geändert: Wegen neuer Daten zu Nebenwirkungen rät die Stiko zur Impfung mit dem Impfstoff "Spikevax" von Moderna ab. Stattdessen wird zum Impfstoff "Comirnaty" von Biontech geraten.

Angesichts der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland empfielt die Stiko nun die "Booster"-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren in Deutschland, teilte die Ständige Impfkommission am 18. November mit. Weitere Informationen finden sich hier.

Am 24. November teilte die Stiko mit, dass sie bis Ende Dezember über die Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 5 Jahre entscheiden wolle.

Impfpriorisierung ist gefallen: Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Die Impfzentren sind Ende September geschlossen worden. Die Impfung läuft vor allem über die Arztpraxen weiter, aber es gibt in den Kommunen auch mobile Impfangebote und zentrale Impf-Stellen.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die auch praxisfremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

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