Corona-Lage

Corona NRW: Inzidenz steigt weiter – auf über 70

| Lesedauer: 8 Minuten
Erkältungszeit und Corona: Wie sollte man sich verhalten?

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Essen.   Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW steigt weiter auf 70,6. Das RKI hat am Montag 769 Corona-Neuinfektionen registriert. Der Überblick.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Montag bei 70,6 (Sonntag: 68,9). Der bundesweite Wert liegt bei 110,1 (Sonntag: 106,3).
  • 769 Corona-Neuinfektionen registrierte das RKI in NRW.
  • 331 Covid-19-Patienten werden in NRW im Krankenhaus auf einer Intensivstation behandelt.
  • 73,5 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 69,6 Prozent haben vollen Impfschutz.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 769 neue Fälle beim RKI gemeldet

995.013 Corona-Fälle (Stand: Montag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 769 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 6.573 neue Fälle.

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Montag zwei neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 18.114 Menschen seit Beginn der Pandemie gestorben. Bundesweit starben 95.117 Menschen (+17).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 70,6 (bundesweit: 110,1).

Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Künftig sollen über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt werden, für die es aber kein festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Kreis Minden-Lübbecke mit einem Wert von 135,0 (Stand: Montag). Gestern lag der Wert bei 135,0 (+0,0). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für die Stadt Bottrop mit 25,6 (-2,6).

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +17,9 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Hagen (-7,4).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Recklinghausen gemeldet (123). Dahinter folgen der Kreis Mettmann (86), Köln (79) und Düsseldorf (78).

Keine neuen Fälle gemeldet haben Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Solingen, Wuppertal, Bonn, der Kreis Düren, der Rhein-Erft-Kreis, der Kreis Euskirchen, der Kreis Heinsberg, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis, Bottrop, Gelsenkirchen, der Kreis Borken, der Kreis Coesfeld, der Kreis Warendorf, der Kreis Lippe, der Kreis Minden-Lübbecke, der Kreis Paderborn, Hagen, Hamm, Herne und der Kreis Unna.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird. Seitdem die Daten des RKI entscheidend für die Notbremse und Inzidenzstufen sind, geben einige Städte nur noch diese Werte an.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5023 der 5861 Intensivbetten belegt. 838 Betten sind noch frei. Das entspricht 14,3 Prozent. (Stand: Sonntag,12.15 Uhr).

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 5,86 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 2,66 (Stand Samstag, 0 Uhr).

Zum Vergleich: Die Zahl der generell mit Covid behandelten Menschen erreichte Ende Dezember 2020 ihren höchsten Wert mit 6000. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember und Anfang Mai mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in Kliniken des bevölkerungsreichsten Bundeslandes behandelt werden.

Nach Angaben der Landesregierung NRW liegt der R-Wert im Sieben-Tage-Schnitt bei 0,95. Der Wert stieg in letzter Zeit. Damit deutet sich eine neue Verschärfung der pandemischen Lage an. Sollte der Wert auf 1 und höher steigen, bedeutet das, dass eine Person im Schnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. Seit Ende September steigt der R-Wert an.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 69,3 Prozent der Bürger haben vollen Impfschutz

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 25.652.218 an. Davon sind 13.179.964 Erstimpfungen und 12.472.254 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 73,5 Prozent. 69,6 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 69,1 Prozent (Zweitimpfung: 66,1 Prozent). Seit Dezember wurden in ganz Deutschland 112.406.621 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 7. Juni ist die Impf-Priorisierung in NRW aufgehoben. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson waren in Arztpraxen bereits zuvor für alle freigegeben. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich nun impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung der Impfung von Kindern abgegeben. In der EU ist der Impfstoff von Biontech für alle Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt hat die EMA auch den Impfstoff von Moderna bei Kindern ab 12 Jahren freigegeben.

Am 1. Juli hat die Stiko ihre Impfempfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Impfpriorisierung ist gefallen: Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Die Impfzentren sind Ende September geschlossen worden. Die Impfung läuft vor allem über die Arztpraxen weiter, aber es gibt je nach Kommune auch mobile Impfangebote und zentrale Impf-Stellen.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die auch praxisfremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

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