Corona in NRW

Corona-Stufen: Regeln bei Inzidenz unter 100, 50, 35 und 10

Lesedauer: 18 Minuten
Diese Regeln gelten bei der Einreise nach Deutschland

Diese Regeln gelten bei der Einreise nach Deutschland

Wegen der sich vielerorts ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus wird über schärfere Einreiseregeln diskutiert. Schon heute hat Deutschland aber die wohl strengsten Bestimmungen in Europa.

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Düsseldorf.  In NRW gilt in der Corona-Pandemie ein Vier-Stufen-Modell. Steigt oder sinkt die Inzidenz in den Städten und Kreisen, gelten diese Regeln.

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenzen im Frühsommer immer weiter gesunken waren, steigen die Sieben-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens wieder. Zum 26. Juli ist die Landesinzidenz deshalb wieder hochgestuft worden. Unter anderem gilt in Innenräumen nun NRW-weit wieder die Maskenpflicht.

Welche Corona-Regeln wann in Kraft treten, steht in dem Stufenplan, den die Landesregierung im Mai in die Corona-Schutzverordnung mit aufgenommen hatte. Vor dem Hintergrund sinkender Inzidenzen hatte das Land NRW Anfang Juli eine vierte Stufe, die Stufe 0, hinzugefügt.

Die vier Stufen sind:

Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. (Mit einem Klick auf die Liste gelangen Sie zum entsprechenden Abschnitt in diesem Artikel.)

Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen vollständig Geimpfte und Genesene (Immunisierte) negativ Getesteten gleich. Soweit für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Haushalte festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet, so das NRW-Gesundheitsministerium (MAGS). Auch für Geimpfte und Genesene gelten weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Maskenpflicht.

Corona-Regeln: Wann wird gelockert und wann verschärft?

Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz wieder, muss der Grenzwert beim Wechsel zwischen den einzelnen Stufen an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten werden. Nur bei einem nicht lokal begrenzten und dynamischen Anstieg kann das NRW-Gesundheitsministerium diese Frist auf bis zu drei Tage verkürzen. Die Verschärfung gilt dann ab dem übernächsten Tag.

Damit Maßnahmen gelockert werden und der Kreis oder die Stadt in eine "niedrigere" Stufe rutschen kann, muss der Inzidenzwert (z.B. 50) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten werden. Gelockert wird zum übernächsten Tag.

Manche Lockerungen hängen auch davon ab, ob parallel zur lokalen Inzidenz die landesweite Inzidenz einen bestimmten Schwellenwert unter- oder überschritten hat - dann ist von einer "Doppel-Inzidenzstufe" die Rede.

Die "Bundesnotbremse", die ab einer Landesinzidenz über 100 galt, ist zum 30. Juni ausgelaufen.


Inzidenzstufe 0 (unter 10): Diese Lockerungen greifen

Die Inzidenzstufe 0: In Nordrhein-Westfalen werden die Corona-Beschränkungen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter zehn deutlich gelockert.

Masken und Abstandhalten: In vielen Bereichen bleiben Masken und Abstandhalten nur noch eine Empfehlung. Die Maskenpflicht bleibt in einigen Bereichen wie etwa in Bussen und Bahnen, Einzelhandel, Arztpraxen, Taxen und Schülerbeförderung bestehen. Beschäftigte mit einem nahen Kundenkontakt wie bei körpernahen Dienstleistungen oder Servicekräfte in der Gastronomie müssten weiterhin eine Maske tragen oder einen negativen Test nachweisen.

Private Veranstaltungen: Bei größeren privaten Veranstaltungen kann auf Mindestabstände und Maskenpflicht verzichtet werden, wenn auch landesweit die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen unter zehn liegt und die Teilnehmer negativ getestet sind.

Volksfeste: Auch Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Schützenfeste sind wieder erlaubt, wenn die landesweite Inzidenz und auch die Inzidenz in der jeweiligen Kommune seit mindestens fünf Tagen unter zehn liegt. Die Teilnehmer müssen einen negativen Testnachweis dabei haben. Veranstalter sollen stichprobenhafte Kontrollen machen.

Urlaubsrückkehrer: NRW führt eine Testpflicht für berufstätige Urlaubsrückkehrer ein: Beschäftigte ohne vollen Impfschutz oder Genesenen-Nachweis, die nach dem 1. Juli mindestens fünf Tage lang aufgrund von Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten nicht gearbeitet haben, müssen nach der Rückkehr am ersten Tag an ihrem Arbeitsplatz ein negatives Testergebnis vorweisen oder vor Ort einen Selbsttest durchführen.


Inzidenzstufe 1 (10,1 bis 35): Diese Regeln gelten

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht im Freien entfällt bis auf folgende Ausnahmen: in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern und bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 teilnehmenden Personen außer am festen Sitz- oder Stehplatz. Zudem kann die Behörde für bestimmte Orte im Freien eine Verordnung zum Tragen der Maske erlassen. Zudem darf die Maske an festen Sitzplätzen in Bibliotheken und Hochschulbibliotheken abgenommen werden.

Kontakte: Angehörige aus fünf Haushalten können sich ohne weitere Einschränkungen im öffentlichen Raum treffen. Ebenfalls möglich sind Treffen von bis zu 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten, das aber nur mit aktuellem negativen Coronatest.

Außerschulische Bildung: Teilnehmer dürfen am festen Sitzplatz bei ausreichender Belüftung ihre Maske abnehmen. Sofern auch die NRW-weite Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt, ist in Innenräumen ein negativer Corona-Test nicht notwendig. Für Musikunterricht mit Gesang und Blasinstrumenten gelten gesonderte Auflagen (CoSchuVo §11, Absatz 4). Am festen Sitzplatz darf die Maske - bei ausreichender Belüftung - abgelegt werden.

Kinder- und Jugendarbeit: Bei Treffen in Innenräumen dürfen bis zu 30 Personen teilnehmen, außen bis zu 50 – jeweils ohne Altersbegrenzung und ohne Coronatest.

Kultur: Voraussetzung sind ein fester Sitzplan und ein negatives Testergebnis der Zuschauerinnen und Zuschauer. Das NRW-Gesundheitsministerium spricht in den Vorgaben explizit von einer Sitzordnung im „Schachbrettmuster“, also versetzt.

Alle Kulturangebote, die in einem Gebäude stattfinden, obliegen einer Höchstzahl an 1000 Gästen. Dazu zählen Konzerte, Theater, Opern und Kinos.

Im Freien ist kein Test erforderlich, wenn nicht mehr als 200 Personen teilnehmen. Mehr als 1000 Zuschauer sind erlaubt, wenn damit der Veranstaltungsort nicht mehr als ein Drittel gefüllt ist. Zudem muss das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vom Gesundheitsamt genehmigt sein.

Für den „nicht-berufsmäßigen Probenbetrieb“ dürfen sich in Innenräumen bis zu 50 Personen treffen. Im Freien ist der Betrieb ohne negativen Test möglich. Wird gesungen oder ein Blasinstrument gespielt, sind maximal 30 Personen erlaubt. Ausnahme: Treffen sich die Teilnehmer in einem besonders großen Raum (Kirche, Konzertsaal), dürfen auch mit Gesang und Blasinstrumenten 50 Personen zusammenkommen.

Festivals und ähnliche Großveranstaltungen sind bei entsprechend stabiler Inzidenz erst ab 27. August mit bis zu 1000 Zuschauern möglich. Voraussetzung sind negative Corona-Tests und ein genehmigtes Konzept.

Sport: Kontaktsport ist mit bis zu 100 Personen zulässig, sofern sie negativ getestet wurden (sowohl draußen als auch drinnen).

Im Freien dürfen mehr als 1000 Personen zuschauen, begrenzt auf höchstens 33 Prozent der vorhandenen Zuschauerkapazität. Innen ist die Besucheranzahl auf maximal 1000 Gäste begrenzt, zudem muss ein negativer Test vorliegen sowie ein fester Sitzplan im Schachbrettmuster.

Sinkt auch die NRW-weite Inzidenz unter den Grenzwert 35, entfällt bei der Sportausübung die Testpflicht. Bei kontaktfreiem Sport in geschlossenen Räumen kann entweder auf die Testpflicht oder den Mindestabstand verzichtet werden.

Ab dem 27. August dürfen Sportfeste und Sportveranstaltungen auf Sportanlagen ohne feste Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Zuschauerinnen und Zuschauer mit Negativtestnachweis und mit einem genehmigten Hygienekonzept stattfinden.

Freizeit: Freibäder können ohne Corona-Test besucht werden. Gilt auch für das Land die Inzidenzstufe 1, ist der Besuch von Zoos und Tierparks ohne Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit möglich. Freizeitparks dürfen wieder mehr Besucher zulassen: Allerdings nicht mehr als eine Person pro 10 Quadratmeter in geschlossenen Räumen.

Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historische Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen sind ohne negativen Test erlaubt, wenn der Mindestabstand eingehalten wird und das Land die Inzidenzstufe 1 erreicht hat,

Bordelle und derartige Einrichtungen dürfen öffnen; Besucher benötigen einen aktuellen negativen Coronatest.

Clubs und Discos dürfen öffnen, jedoch nur draußen und mit höchstens 100 Personen und aktuellem negativem Corona-Test. Ab 27. August sollen Clubs und Discos auch die Innenräume öffnen dürfen – dann unbegrenzt, jedoch mit Corona-Test und nur bei genehmigtem Hygiene-Konzept. Zusätzliche Voraussetzung für den Schritt im September ist eine NRW-weite Inzidenz niedriger als 35.

Einzelhandel (nicht Grundversorgung): Die Zugangsbeschränkungen für Einzelhandelsgeschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche entfallen.

Messen und Märkte: Ab 27. August sind Kirmes-Veranstaltungen, Jahrmärkte und andere Markt-Veranstaltungen wie etwa Trödel- oder Mittelaltermärkte bei entsprechender stabiler Inzidenz möglich. Teilnehmer und Besucher benötigen keinen Coronatest.

Tagungen und Kongresse sind beschränkt auf bis zu 1000 Teilnehmer in Innenräumen. Zudem muss man einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Ab dem 1. September sind mehr als 1000 Teilnehmer auch in geschlossenen Räumen möglich. Im Freien sind mehr als 1000 Teilnehmer zulässig, höchstens aber ein Drittel der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes mit einfacher Rückverfolgbarkeit, aber ohne negativen Test.

Private Feiern (ohne Partys) dürfen unter freiem Himmel bis zu 250 Gäste haben. Für Innenräume liegt die Höchstzahl der Gäste bei 100 Personen. In beiden Fällen ist ein negativer Test notwendig.

Private Partys sind mit einem negativen Corona-Test möglich, aber nur für höchstens 100 Personen unter freiem Himmel und 50 Gästen in geschlossenen Räumen. Die Abstandsregel und Maskenpflicht entfallen.

Große Festveranstaltungen: Schützenfeste, Stadtfeste und ähnliche Veranstaltungen sind ab 1. September mit bis zu 1000 Gästen erlaubt. Voraussetzung: ein genehmigtes Hygienekonzept. Liegt zudem die NRW-weite Inzidenz unter 35, entfällt die Begrenzung der Besucheranzahl.

In der Gastronomie entfällt auch in Innenräumen bei einer NRW-weit gemessenen "stabilen" Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Testpflicht für Gäste.

Für Busreisen gilt noch nicht die völlige Freiheit. Busse dürfen zwar bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt werden, aber nur, wenn alle Gäste aus Regionen stammen, in denen der jeweilige Wert der Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei 35 oder darunter liegt.

Dienstleistungen: Besucher eines Frisör-, Nagel- und Massage-Studios müssen keinen negativen Test vorweisen.


Inzidenzstufe 2 (35,1 bis 50): Diese Regeln gelten

Kontakte: Angehörige aus drei Haushalten können sich ohne weitere Einschränkungen im öffentlichen Raum treffen. Sofern alle Beteiligten negativ getestet sind, können sich auch zehn Personen unabhängig ihrer Haushalte treffen.

Außerschulische Bildung: Präsenzunterricht beispielsweise ist ohne Begrenzung auf eine Personenanzahl möglich. In Innenräumen gilt eine Testpflicht. Ein Mindestabstand muss nicht eingehalten werden, sofern es einen festen Sitzplan gibt.

Handelt es sich dabei um einen Unterricht mit Gesang oder Blasinstrumenten, ist die Personenzahl aufgrund des erhöhten Aerosolausstoßes auf 20 Personen begrenzt. Diese müssen einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Kinder- und Jugendarbeit: Finden die Treffen drinnen statt, gilt eine Beschränkungen auf 20 Teilnehmer, draußen auf 30. Zudem gilt eine Testpflicht - auch ein beaufsichtigter Corona-Selbsttest ist möglich. Werden die Teilnehmenden zuvor getestet, sind auch Ferienangebote und -reisen möglich. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. In Räumen dürfen maximal 20 Personen und 5 Betreuer - oder 20 Teilnehmer bei Eltern-Kind-Angeboten - ohne Maske sitzen.

Kultur: Voraussetzung sind ein fester Sitzplan und ein negatives Testergebnis der Zuschauerinnen und Zuschauer. Das NRW-Gesundheitsministerium spricht in den Vorgaben explizit von einer Sitzordnung im „Schachbrettmuster“, also versetzt. Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich.

Alle Kulturangebote, egal ob sie drinnen oder draußen stattfinden, obliegen einer Höchstzahl von 500 Gästen. Dazu zählen Konzerte, Theater, Opern und Kinos.

Für den nicht-berufsmäßigen Probenbetrieb gelten im Freien keine Personenbeschränkungen, im Inneren dürfen sich 20 Personen treffen. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis. Singen und das Spielen von Blasinstrumenten sind erlaubt.

Sport: Kontaktsport ist im Freien mit bis zu 25 Personen zulässig. Drinnen dürfen maximal zwölf Personen gemeinsam einen Kontaktsport ausüben, sofern eine Kontaktnachverfolgung sichergestellt ist (z.B. Teilnehmerlisten) und negative Tests vorliegen.

Für kontaktfreien Sport gibt es keine Personenbegrenzung, egal ob drinnen oder draußen. Die Regeln gelten auch für Fitnessstudios.

Im Freien sind bei Sportveranstaltungen bis zu 1000 Zuschauer erlaubt, die Begrenzung von 33 Prozent der Kapazität des Stadions darf nicht überschritten werden.

Auch in geschlossenen Sporthallen sind Zuschauer zulässig bis zu einer Höchstanzahl von 500. Voraussetzung sind ein negativer Test sowie ein fester Sitzplan im Schachbrettmuster.

Freizeit: Sofern nicht mehr als eine Person pro sieben Quadratmeter der für sie geöffneten Fläche eingelassen wird und diese negativ getestet wurde, dürfen öffnen:

  • alle Bäder, Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen (eine Person je sieben Quadratmeter)
  • Indoor-Spielplätze und ähnlichen Einrichtungen (eine Person je sieben Quadratmeter)
  • Spielhallen, Wettbüros und ähnlichen Einrichtungen sowie das Spielen an Automaten in Spielbanken (eine Person je zehn Quadratmeter)

Sofern die Sieben-Tage-Inzidenz von NRW ebenfalls unter 50 liegt, dürfen Freizeitparks und ähnlichen Einrichtungen öffnen. Voraussetzung sind ein negativer Test und in geschlossenen Räumen maximal eine Person je zwanzig Quadratmeter Fläche. Außerdem muss der Mindestabstand eingehalten werden.

Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historische Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen sind erlaubt, wenn die Inzidenz im Kreis/in der Stadt und in NRW unter 50 liegt. Ein negativer Test ist erforderlich.

Einzelhandel (nicht Grundversorgung): Pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche darf maximal eine Kundin oder ein Kunde gleichzeitig im Geschäft sein.

Messen und Märkte: Jahr- und Spezialmärkte dürfen mit Personenbegrenzung öffnen. Auch „Kirmeselemente“ sind für negativ Getestete zulässig.

Tagungen und Kongresse: Maximal 500 Teilnehmer erlaubt, sofern ein negativer Test vorliegt. Hierbei wird nicht unterschieden, ob die Tagung drinnen oder draußen stattfindet.

Private Veranstaltungen: Im Freien sind private Veranstaltungen mit bis zu 100 Gästen erlaubt, drinnen mit bis zu 50. Dazu zählen jedoch keine Partys. Im Außenbereich muss keine Maske getragen werden. An Tischen in Innenräumen entfällt die Maskenpflicht, sofern es einen festen Sitzplan gibt.

Gastronomie: In der Außengastronomie entfällt die Testpflicht. Auch Gastronomie in Gebäuden wird erlaubt, sofern die Gäste negativ getestet sind und einen festen Platz haben. In Betriebskantinen entfällt für Betriebsangehörige die Testpflicht.

Tourismus: Privaten Gästen darf eine „volle gastronomische Versorgung“ angeboten werden.

Corona in NRW: Hier gibt es weitere Informationen


Inzidenzstufe 3 (50,1 bis 100): Diese Regeln gelten

Kontakte: Angehörige aus zwei Haushalten können sich ohne weitere Einschränkungen im öffentlichen Raum treffen.

Außerschulische Bildung: Präsenzunterricht ist ohne Begrenzung auf eine Personenanzahl möglich. In Innenräumen gilt eine Testpflicht. Handelt es sich dabei um einen Unterricht mit Gesang oder Blasinstrumenten, ist die Personenzahl aufgrund des erhöhten Aerosolausstoßes auf zehn Personen begrenzt.

Kinder- und Jugendarbeit: Finden die Treffen drinnen statt, gilt eine Beschränkungen auf zehn Teilnehmer, draußen auf 20. Zudem gilt eine Testpflicht - hier gilt auch ein beaufsichtigter Corona-Selbsttest. Werden die Teilnehmenden zuvor getestet, sind auch Ferienangebote und -reisen möglich. Nach Entscheidung der verantwortlichen Person kann im Freien auf das Tragen der Maske verzichtet werden.

Kultur: Voraussetzung sind ein fester Sitzplan und ein negatives Testergebnis der Zuschauerinnen und Zuschauer. Das NRW-Gesundheitsministerium spricht in den Vorgaben explizit von einer Sitzordnung im „Schachbrettmuster“, also versetzt. Für die Veranstaltungen müssen im Vorfeld Termine gebucht werden, davon nicht betroffen sind Archive und Bibliotheken.

Alle Kulturangebote, die in einem Gebäude stattfinden, obliegen einer Höchstzahl an 250 Gästen. Dazu zählen Konzerte, Theater, Opern und Kinos. Im Freien können Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen stattfinden.

Für den nicht-berufsmäßigen Probenbetrieb gelten im Freien keine Personenbeschränkungen, im Inneren dürfen sich zwanzig Personen treffen. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis. Singen und das Spielen von Blasinstrumenten sind nicht erlaubt.

Sport: Kontaktfreier Außensport auf und außerhalb von Sportanlagen ist bis zu einer Personenzahl von 25 zulässig. Freibäder dürfen zur Sportausübung für Gäste öffnen, die ein negatives Testergebnis vorlegen können. Liegewiesen bleiben gesperrt. Personen, die nebeneinander kontaktfreien Sport ausüben, müssen den Mindestabstand beachten.

Im Freien sind bei Sportveranstaltungen bis zu 500 Zuschauer erlaubt, sofern sie auf einem Sitzplan klar zugeordnet werden und einen negativen Test vorzeigen können.

Freizeit: „Kleinere Außen-Einrichtungen“ wie Minigolfanlagen, Kletterparks und Hochseilgärten dürfen für Gäste öffnen, die ein negatives Testergebnis vorweisen können. Ausflugsfahrten mit Schiffen sind ebenfalls bei negativem Corona-Test erlaubt. Der Besuch von Zoos und Tierparks ist auch ohne vorherige Terminbuchung möglich.

Einzelhandel (nicht Grundversorgung): Auch in Geschäften, die nicht zu Grundversorgung gehören, ist ein Einkaufen wieder ohne Termin und ohne negativen Test möglich. Pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf maximal eine Kundin oder ein Kunde gleichzeitig im Geschäft sein.

Messen und Märkte: Messen und Ausstellungen dürfen stattfinden, sofern sie ein Hygienekonzept vorweisen können und die Personenzahl begrenzen.

Gastronomie: Außengastronomie mit einer Testpflicht und festen Sitzplätzen darf öffnen. Die Regel, dass im Umkreis der Gastronomie keine Speisen und Getränke verzehrt werden dürfen, entfällt.

Tourismus: Übernachtungen in Ferienwohnungen, in Wohnmobilen oder auf Campingplätzen sind erlaubt. Das NRW-Gesundheitsministerium spricht von „autarken“ Übernachtungen. Hotels dürfen private Übernachtungen und Frühstück anbieten. Darüber hinaus ist keine weitere Innengastronomie erlaubt. Es gilt eine Testpflicht. (sm/dae/sk/mawo)

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