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Coronavirus in NRW: Meldungen von Donnerstag (5. März)

Coronavirus: Richtiges Verhalten bei Infektionsverdacht

Wer glaubt, Symptome einer Coronavirus-Infektion zu haben, soll laut NRW-Gesundheitsministerium nicht einfach zum Arzt gehen. Infos dazu im Video.

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Essen.  302 bestätigte Coronavirus-Fälle in NRW liegen dem Gesundheitsministerium vor. Die Meldungen vom Donnerstag, 5. März, im Newsblog zum nachlesen.

In diesem Artikel haben wir unsere Berichterstattung für Sie archiviert. Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in NRW. Hier finden Sie die nationalen und internationalen Entwicklungen.

  • Mindestens 302 Fälle in NRW, der größte Teil mit 197 im Kreis Heinsberg. Zahlen vom Vormittag wurden schon mittags korrigiert. Der jüngste Stand, der auf Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums basiert, stammt von Donnerstag, 16 Uhr.
  • In Düsseldorf könnte eine Flüchtlingseinrichtung zu einer Quarantänestation umgebaut werden
  • NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) lehnt allgemeine Schulschließungen wie in Italien ab
  • Erste zwei Corona-Fälle in Dortmund bestätigt
  • Mehr als 30 Senioren werden aktuell in Essen untersucht

21.50 Uhr: Die Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg bleiben bis mindestens 15. März geschlossen. Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu.

21.35 Uhr:

. In NRW gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit 302 bestätigte Fälle.

20.42 Uhr: Wer muss wann in Quarantäne? Die NRW-Städte handhaben das bei Coronavirus-Verdachtsfällen sehr unterschiedlich. Hier steht, welche Regeln überhaupt gelten.

18.40 Uhr: Wie ist die Lage in Gelsenkirchen? Wir haben den Leiter des Gesundheitsamts gefragt. Hier seine Antwort im Video:

Gesundheitsamtleiter in Gelsenkirchen zum Coronavirus
Gesundheitsamtleiter in Gelsenkirchen zum Coronavirus

17.54 Uhr: Das Gesundheitsamt Oberhausen hat am Donnerstag für zwei Personen eine häusliche Quarantäne angeordnet. Eine Krankenschwester aus dem Universitätsklinikum Essen hatte Kontakt mit einem bestätigten Coronafall. Ein neunjähriger Junge hatte ebenfalls Kontakt mit einem bestätigten Fall. Beide Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Beiden geht es nach Angaben der städtischen Pressestelle gut. Die beiden wiesen keine Krankheitssymptome auf. Das Gesundheitsamt Oberhausen stehe mit ihnen in Kontakt "in engem Kontakt". In Oberhausen sind jetzt insgesamt drei Personen in Quarantäne. Einen bestätigten Krankheitsfall gibt es nach Angaben der Stadt nicht. Aufgrund vermehrter Anfragen hat die Stadt Oberhausen ein zentrales Bürgertelefon mit der Rufnummer 0208/825-7777. Dort können sich Oberhausener von montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr sowie von samstags und sonntags von 8 bis 17 Uhr zum Corona-Virus (SARS-CoV-2) informieren.

17.39 Uhr: 539 Anrufe von Bürgern sind am Donnerstag beim städtischen Informationstelefon in Düsseldorf (0211-8996090) bis 17 Uhr bearbeitet worden. Das Infotelefon ist rund um die Uhr, auch am Wochenende, besetzt. Am Mittwoch, 4. März, wurden am Informationstelefon von 0 bis 24 Uhr insgesamt 699 Anrufe angenommen. Während am Mittwoch in insgesamt 21 Fällen ein Test auf das Coronavirus (COVID-19) angezeigt war, wurden am Donnerstag bis 17 Uhr in 17 Fällen Termine für einen Test im Diagnostikzentrum am Freitag vergeben.

17.27 Uhr: Fünf Mitarbeiter der Provinzial haben sich nach Unternehmensangaben von Donnerstag vermutlich bei einer Klausurtagung mit dem Coronavirus angesteckt. Nach dem ersten Infektionsnachweis seien vorsichtshalber alle 20 Teilnehmer unter häusliche Quarantäne gestellt worden, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Alle hätten an einer mehrtägigen auswärtigen Team-Klausur teilgenommen. Die Betroffenen seien Innendienst-Mitarbeiter und hätten keinen Kundenkontakt. Nach Angaben der Stadt leben die Infizierten nicht in Düsseldorf.

17.23 Uhr: In Bochum wird am Freitag die zentrale Diagnostikstelle geöffnet. Dort werden künftig die notwendigen Tests auf das Coronavirus durchgeführt. Zur Verfügung stehen dafür Räumlichkeiten im Gesundheitsamt. Die Diagnostikstelle wird keine zentrale Anlaufstelle für die Bochumer werden. Ausschließlich nach vorheriger Diagnostikabfrage und anschließender Terminvereinbarung über die Hotline (0234/910–5555) sei ein Test in der Diagnostikstelle möglich, betont die Stadtverwaltung.

17.19 Uhr: Die Kliniken in NRW wehren sich gegen Vorwürfe von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), sie hätten sich schlecht auf das Coronavirus vorbereitet und es versäumt, sich mit ausreichend Schutzkleidung zu bevorraten. „Schutzkleidung ist eine Aufgabe der Arbeitgeber“, also auch der Krankenhäuser, hatte Laumann am Mittwoch gesagt. Diese Kritik sei „völlig unangemessen“, sagte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft NRW am Donnerstag. Es gebe nämlich keine konkreten Vorgaben, wie viel Schutzkleidung, zum Beispiel Masken oder Kittel, Krankenhäuser lagern müssten. Die Vorräte, die die Kliniken in NRW trotz des „leer gefegten“ Marktes angelegt hätten, reichten dennoch voraussichtlich mehrere Monate lang.

16.59 Uhr: Der Filmstart des neuen James Bond Films „Keine Zeit zum Sterben“ ist wegen der Corona-Epidemie von Sony Pictures verschoben worden - Folgen hat das auch für die Kinos vor Ort. „Der Vorverkauf lief gut“, sagt Bernhard Wilmer, Theaterleiter der Lichtburg Essen. Nun würde das Kino alle bereits erworbenen Karten stornieren. „Vonseiten des Verleihs ist die Entscheidung nachvollziehbar“, sagt Wilmer. Denn bei der Absage ginge es nicht um den europäischen Markt, sondern um den asiatischen. „Dass ist der wichtigste Markt überhaupt“, erklärt der Theaterleiter. Bereits vor einigen Wochen sei die Marketingkampagne in China abgeblasen worden. „Da hätte man aufhorchen können“, sagt Wilmer.

16.53 Uhr: Nach einer Altenpflegerin aus Gelsenkirchen am Mittwoch, die für einen Essener Pflegedienst tätig ist, sind am Donnerstag zwei weitere Corona-Fälle in Gelsenkirchen bekannt geworden. Demnach zeigten zwei Familienmitglieder der Frau ebenfalls Symptome der Krankheit, ein weiteres nicht. Mittlerweile hätte sich der Verdacht aber bei allen drei bestätigt. Die Tests waren positiv. Ersten Prognosen zufolge gehen die Ärzte davon aus, dass alle wieder gesund werden. Die drei bestätigten Coronavirus-Fälle haben zurzeit aber keinen direkten Einfluss auf das öffentliche Leben in der Stadt.

16.42 Uhr: Das Wunderland in Kalkar wird vorerst keine Veranstaltungen wegen des Corona-Virus absagen. Dem Veranstaltungs- und Messezentrum sei bereits durch Absagen ein Schaden in Höhe von 350.000 Euro entstanden, so der Geschäftsführer Han Groot-Obbink. Bekanntlich empfiehlt das Kreisgesundheitsamt eine Absage von Veranstaltungen mit "zahlreichen Teilnehmern", um eine Verbreitung des Virus’ zu minimieren.

16.40 Uhr: Die Gemeinschaftsgrundschule Hermann-Grothe-Straße in Duisburg ist am Donnerstag vorbeugend für zwei Tage geschlossen werden, bis abgeklärt ist, ob und in welchem Umfang eine Schülerin Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hat. Das Gesundheitsamt muss das klären. Da die Kindertageseinrichtung Hermann-Grothe-Straße in dem gleichen Gebäude untergebracht ist, wurde auch diese bis geschlossen. Sie soll erst am 10. März wieder öffnen. Laut Stadt handelt es sich dabei um eine "rein prophylaktische Maßnahme". Es gebe aktuell keinen Verdachtsfall in der Kindertageseinrichtung. Da die Kinder der Dependance Hermann-Grothe-Straße am Donnerstagmorgen in der Kindertageseinrichtung Märchenweg waren, wird auch diese ebenfalls für den gleichen Zeitraum geschlossen.

16.33 Uhr: Der Handball-Drittligist SG Menden Sauerland Wölfe hat aufgrund eines angeblichen Verdachts auf den Coronavirus alle Spiele und Trainingseinheiten vorerst abgesagt. Einige Vereinsmitglieder hätten Kontakt zur betroffenen Person gehabt, das teilen sie auf Facebook mit. Bislang ist allerdings noch nicht bestätigt, dass es überhaupt einen Verdacht gibt.

16.26 Uhr: Die Schülerin unter Coronavirus-Verdacht, die die James-Rizzi-Schule in Duisburg-Meiderich besucht, ist nach Angaben der Stadt negativ getestet. Der Unterricht könne am Montag wieder aufgenommen werden. Lediglich eine Klasse war in Quarantäne genommen worden.

16.17 Uhr: Die Stadt Düsseldorf bereitet sich in Bezug auf das Coronavirus auf alle Eventualitäten vor: Seit Donnerstag wird die Flüchtlingsunterkunft an der Blanckertzstraße leergezogen. Die rund 100 Flüchtlinge werden auf freie Plätze in anderen Unterkünften verteilt. Die Einrichtung könnte im Fall der Fälle als Quarantänestation genutzt werden, falls Corona-Verdachtsfälle in Düsseldorf stranden oder nicht in häuslicher Quarantäne verbleiben können. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn es Familienmitglieder mit Vorerkrankungen gibt, die nicht gefährdet werden sollen. Dort gibt es Unterbringungsmöglichkeiten für Einzelpersonen und Familien. "Die Verantwortlichen der Stadt bereiten sich auf alle möglichen Szenarien vor. Wir haben die Lage im Griff", stellt Oberbürgermeister Thomas Geisel fest.

16.13 Uhr: Da das Festival Parookaville erst vom 17. bis 19. Juli angesetzt ist, sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie auf das Weezer Groß-Event mit täglich über 70.000 Besuchern überhaupt noch nicht absehbar. Gleichwohl beobachten die Veranstalter die Entwicklung sehr genau: "Die Sicherheit steht bei uns wie immer an oberster Stelle. Derzeit gehen wir aber davon aus, dass Parookaville 2020 wie geplant stattfinden wird", hieß es kürzlich in einem Statement von Mitorganisator Bernd Dicks.

16.06 Uhr: Die zwei am Coronavirus erkrankten Personen leben in der Dortmunder Innenstadt und waren kürzlich im Iran. Das teilte die Kommunalverwaltung am Nachmittag mit. Veranstaltungen in der Stadt sollen weiter wie geplant stattfinden. Die Situation werde weiter beobachtet.

16.01 Uhr: Als Vorsichtsmaßnahme nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Dienstag nicht gewohnt mit Sponsoren und Medienvertretern zusammen zum Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain fliegen. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wird das Team separat im kleinen Kreis in die französische Metropole reisen. Das Hinspiel hatte der BVB gegen das Team von Dortmunds Ex-Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 gewonnen. Bereits unter der Woche hatte der Club mitgeteilt, dass Spieler und Trainer vorübergehend keine Selfies machen und Autogramme geben werden. Zudem werde es, „bis das Corona-Virus insgesamt eingedämmt ist“, keine öffentlichen Trainingseinheiten geben. „Damit soll eine mögliche Tür für 'Covid-19' in die Mannschaftskabine geschlossen werden“, hatte der BVB mitgeteilt.

15.58 Uhr: Der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck hat angesichts der Corona-Gefährdung die geplante Italien-Reise einer Oberstufen-Gruppe, die vor den Osterferien zum Gardasee fahren wollte, verlegt. „Es ist es uns gelungen, die Italienfahrt auf die Woche vor den Herbstferien zu verlegen“, so Schulleiterin Alrun ten Have. Mit dem Veranstalter der Fahrt habe die Schule eine Umbuchung der Reise vereinbaren können, so ten Have. Die ersehnte Abschlussfahrt könne somit zu einem Zeitpunkt stattfinden, „an dem mit größter Wahrscheinlichkeit keine Gefährdung durch Corona-Viren mehr besteht“, hofft die Schulleiterin.

15.52 Uhr: Der Corona-Verdacht im Kreis Recklinghausen hat sich nicht bestätigt: Die Erzieherin aus Marl, die am Mittwoch „schwach positiv“ auf das Coronavirus getestet worden war, ist doch nicht mit dem neuen, gefährlichen Virus infiziert. Das ergaben weitere Untersuchungen im Auftrag des Gesundheitsamts, wie der Kreis am Donnerstag mitteilte.

15.46 Uhr: Die Stadt Duisburg legt Eltern von Kindergartenkindern Vorsichtsmaßnahmen nahe: Sie sollten ihre ihre Kinder bei deutlichen Symptomen einer Erkältung nicht in die Kindertagesstätte bringen und die Einrichtungsleitung sofort über die Erkrankung informieren. Sollte es notwendig werden, eine Einrichtung zu schließen, gelte dies immer für die gesamte Einrichtung. Falls eine Kita geschlossen werden müsse, würden den Eltern Ansprechpartner des Jugendamtes mit deren Telefonnummern genannt.

15.17 Uhr: Hände desinfizieren bringt im Prinzip gar nichts gegen das Coronavirus. Ist aber auch nicht schlimm, erklärt Anne Eva Lauprecht, die Leiterin der Hygieneabteilung und Infektiologin an den KEM (Evangelische Kliniken Essen-Mitte). Denn Corona überlebt nur kurz an Händen und Türklinken – und auch die Klimaanlage braucht man nicht zu fürchten.

14.39 Uhr: Buchstäblich in letzter Minute hat das Maria-Wächtler-Gymnasium in Essen-Rüttenscheid eine geplante Skifreizeit ins Ahrntal nach Südtirol abgesagt. Ein entsprechendes Schreiben der Schulleitung wurde dem Vernehmen nach am Donnerstag veröffentlicht – am Donnerstagabend sollte der Jahrgang eigentlich nach Italien aufbrechen.

14.35 Uhr: Einen verstärkten Diebstahl von Desinfektionsmitteln beklagt das St.-Josef-Hospital in Bochum. In den vergangenen Tagen seien „etliche“ Ein-Liter-Nachfüllflaschen gestohlen worden, bestätigt Sprecher Jürgen Frech. „Soll es wirklich an jedem Tag sein? Reichen auch Telefonanrufe? Ist es auch möglich, dass die Besucherzahl in Ihrer Familie und im Bekanntenkreis beschränkt wird?“ Das Krankenhaus müsse verhindern, dass Infektionen eingetragen werden, heißt es.

14.27 Uhr: Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus in Gelsenkirchen wächst. Nach einer Altenpflegerin aus Gelsenkirchen am Mittwoch, die für einen Essener Pflegedienst tätig ist, sind am Donnerstag zwei weitere Fälle in Gelsenkirchen bekannt geworden. Alle drei Personen wohnen in einem Haushalt und befinden sich ersten Angaben der Stadt zufolge in häuslicher Quarantäne.

14.13 Uhr: Der Corona-Verdacht bei einer Mitarbeiterin der Rettungswache in Erndtebrück-Womelsdorf in Siegen-Wittgenstein hat sich nicht bestätigt. Das Ergebnis der Probe war negativ. Diese gute Nachricht hat das Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein jetzt erhalten.

14.07 Uhr: Bisher gibt es einen bestätigten Fall einer Infektion in Bochum. Das Testergebnis der Ehefrau des positiv getesteten Mannes aus Stiepel steht nach Angaben der Stadt noch aus. Die Zahl der Verdachtsfälle, die bislang über Ärzte und das Gesundheitsamt eingegangen sind, ist auf 41 gestiegen. 704 Anrufe sind bislang seit der Einrichtung bei der städtischen Hotline (0234/910-5555) eingegangen, allein am Mittwoch 129. Bis Donnerstag 12 Uhr waren es schon so viele wie am gesamten Vortag. Täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr beantworten Experten alle Fragen zu Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln. Wegen der erhöhten Nachfrage wurde das Hotline-Personal verstärkt. Auch in Bochum ist es in den vergangenen Tagen in städtischen Gebäuden bereits zu einzelnen Diebstählen von Desinfektionsmitteln gekommen.

13.54 Uhr: Durch die Coronavirus-Krise erwartet Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel allein im ersten Quartal des laufenden Jahres Umsatzeinbußen von rund 100 Millionen Euro. Und die weitere Entwicklung sei kaum vorhersehbar, heißt es bei dem Düsseldorfer Konzern. Insgesamt erwartet der das Management 2020 wegen der aktuellen Konjunkturschwäche und höherer Investitionen erneut sinkende Ergebnisse.

13.52 Uhr: Im Kreis Borken ist jetzt erstmals ein Coronavirus-Infektionsfall nachgewiesen worden. Sie gehörte einer Gruppe von insgesamt sechs Frauen an, die einen Urlaub in Italien – aber nicht in den dortigen Risikogebieten – verbracht hatten. Bereits auf der Heimfahrt im gemeinsamen Kleinbus meldeten sie sich telefonisch, da sich bei mehreren Personen Erkältungssymptome zeigten.

13.25 Uhr: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Darüber hat der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese heute die Medien informiert. Bei der erkrankten Person handelt es sich um eine 75-jährige Frau aus dem sogenannten Südkreis - das ist der Großraum Frankenberg. Von „milden Erkältungssymptomen“ ist die Rede.

12.59: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in NRW ist bereits deutlich höher als noch am Vormittag von der Landesregierung kommuniziert. Inzwischen seien es landesweit mindestens 270 Fälle. Das ging am Donnerstag aus Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums und des Kreises Heinsberg hervor. Das Ministerium hatte am Donnerstagvormittag insgesamt 230 Fälle für das bevölkerungsreichste Bundesland mitgeteilt, davon 151 Fälle im Kreis Heinsberg registriert. Der Kreis machte aber deutlich, dass diese Zahl mit Stand 11 Uhr schon überholt war: Nach dem Eingang eines „Schwungs“ neuer Untersuchungsergebnisse sei die Zahl auf 195 gestiegen, sagte eine Sprecherin. Am Vorabend hatte das NRW-Gesundheitsministerium die Zahl der landesweiten Infektionen mit 172 angegeben.

12.51 Uhr: Die Universität Duisburg-Essen hat einen für den 12. März geplanten Infotag abgesagt. Zu dem waren 4000 Studieninteressierte erwartet worden. "Diese beliebte und wichtige Veranstaltung muss nun leider ausfallen", teilte die Uni am Donnerstagmittag mit, "das hat das Rektorat als Vorsichtsmaßnahme beschlossen, um einer möglichen Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen." Vorsorglich abgesagt wurde ebenfalls die Kinderuni. Alle teilnehmenden Mädchen und Jungen seien informiert.

12.45 Uhr: Die Stadt Osnabrück holt vorbeugend zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus 55 Kinder aus einer Skifreizeit in Südtirol zurück. Am Donnerstag habe sich ein Konvoi aus mehreren Bussen und Feuerwehrfahrzeugen mit zwei Ärzten, Rettungsassistenten, Fahrern und zwei Eltern auf den Weg nach Südtirol gemacht, teilte die Stadt mit. Ein Kind der Gruppe der Gesamtschule Eversburg habe zunächst Fieber bekommen und sei vom Vater vorzeitig abgeholt worden. Inzwischen seien weitere zwei Kinder erkrankt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Kinder sich mit dem Coronavirus infiziert hätten.

12.42 Uhr: Bei einer in Erkelenz wohnhaften Lehrerin der Dieter-Forte-Gesamtschule in Düsseldorf ist bekanntlich das Corona-Virus nachgewiesen worden. Nach intensiver Prüfung der Situation hat das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes entschieden, dass eine Reihe von 21 namentlich benannten Kontaktpersonen zunächst nicht in die Schule kommen dürfen. Eine Schulschließung ist aus Sicht des Gesundheitsamtes derzeit nicht angezeigt. Das teilte die Stadt Düsseldorf am Donnerstag mit.

12.21 Uhr: Nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in Bochum kursiert im Netz eine ursprünglich interne Meldung eines Feuerwehr-Mitarbeiters und Mitglied des Krisenstabes, in der es heißt, dass es keinen Corona-Fall in Bochum gebe. So heißt es: „Eine Bochumer Probenfirma hat eine Corona-Probe eingesandt, die positiv war. Allerdings wohnt der Patient nicht in Bochum, sondern in Overath. Die Probe wurde lediglich durch ein in Bochum ansässige Probenfirma beauftragt. Mit Stand heute gibt es Bochum bisher keine bestätigte Coronavirus-Infektion.“ Viele Nutzer verbreiten diese Meldung weiter, Bochumer Bürger zeigen sich verunsichert. „Wir haben massive Probleme damit, dass Gerüchte verbreitet werden“, sagt Feuerwehrsprecher Stefan Nowak. Auf Nachfrage wird klar: Die Meldung ist echt – aber längst veraltet.

12.16 Uhr: Die Uniklinik in Münster (UKM) bittet die Patienten des 1500-Betten-Krankenhauses, pro Tag nur noch einen Besucher zu empfangen. „Hintergrund ist die erhöhte Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus durch zu viel Publikumsverkehr“, so die Uniklinik in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das Klinikum sagte zudem alle eigenen Veranstaltungen ab und wies die Mitarbeiter an, die dienstliche Teilnahme an größeren Veranstaltungen abzusagen und keine Dienstreisen zu machen. Bis einschließlich Ende März dürfen die UKM-Mitarbeiter nicht an Kongressen, Messen oder Fortbildungen mit mehr als 25 Personen teilnehmen. Alle eigenen Veranstaltungen wie Symposien, Seminare, Fortbildungen mit externen Teilnehmern seien abgesagt worden. Dienstreisen wurden abgesagt, damit „die fachliche Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der derzeitigen Ausnahmesituation vor Ort verfügbar“ sein solle.

11.52 Uhr: NRW zählt inzwischen 230 bestätigte Coronavirusfälle, 151 davon in Heinsberg. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagmittag mit.

11.35 Uhr: Lieferengpässe in Apotheken: Die Infektionsmittel im Kreis Olpe sind knapp. Zwar können Apotheker die Saubermittel leicht selbst herstellen, aber es gibt viele Hürden.

11.21 Uhr: Im Kreis Borken ist nach erstmals ein Coronavirus-Infektionsfall nachgewiesen worden. Der Krisenstab wurde einberufen.

Beim Pflegedienst angesteckt? Essen untersucht Dutzende Senioren

11.13 Uhr: Mindestens drei Mitarbeiter eines Essener Pflegedienstes sind am Coronavirus erkrankt. Mehr als 30 Senioren werden jetzt untersucht, weil sie regelmäßig durch die infizierten Mitarbeiter gepflegt wurden.

11.05 Uhr: In Dortmund sind die ersten beiden Patienten positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Gesundheitsamtes zeigen sie aber nur geringe Symptome, teilte die Stadt am Donnerstagvormittag mit.

Entwarnung: Keine Infektionen im Ennepe-Ruhr-Kreis

11.02 Uhr: Im ersten begründeten Verdachtsfall auf eine Infektion mit dem Coronavirus hat der Ennepe-Ruhr-Kreis Entwarnung gegeben. Es gebe keine Infektion. Am Dienstag hatte der Kreis über den Verdachtsfall informiert.

10.53 Uhr: Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Polen hat sich nach Angaben der behandelnden Klinik etwa zwei Wochen während der Karnevalssaison im Kreis Heinsberg aufgehalten. Am Mittwoch war der erste Coronavirus-Fall in Polen bekannt geworden.

10.49 Uhr: Das Gymnasium Laurentianum Arnsberg hat den Vortrag des Holocaust-Zeitzeugen Salomon „Sally“ Perel am Montag, 16. März, im Sauerland-Theater abgesagt. Israel hat neue Einreisebestimmungen verhängt, die einer Tournee im März in die Quere kommen. Ein Nachholtermin sei in Planung, eventuell im Juni.

Zwei Corona-Patienten im Kreis Heinsberg schweben in Lebensgefahr

10.42 Uhr: Zwei Corona-Fälle aus dem Kreis Heinsberg schweben in Lebensgefahr. Nach Angaben des Kreises Heinsberg werden sie in Krankenhäusern in Düsseldorf und Aachen behandelt. Beide leiden wohl an Vorerkrankungen.

10.26 Uhr: Das Robert Koch Institut zählt inzwischen 175 Coronavirus-Fälle in NRW.

10.25 Uhr: Eine Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg gilt als Ursprung vieler Coronavirus-Infektionen in NRW. Eine Frau aus Gangelt hat uns über ihre Quarantäne und die Karnevalsfeier berichtet.

10.01 Uhr: Wegen eines Corona-Verdachts bleibt die Duisburger Gemeinschaftsgrundschule Hermann-Grothe-Straße im Ortsteil Bissingheim für zwei Tage geschlossen. Wie die Verwaltung mitteilt, handelt es sich dabei um eine vorbeugende Schließung bis Freitag. Derzeit werde abgeklärt, ob und in welchem Umfang eine Schülerin Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hat.

Duisburger Schulen sollen Kinder mit Erkältungssymptomen nach Hause schicken

9.55 Uhr: Das Virus breitet sich weltweit weiter aus, mehr als 3200 Menschen sind bislang an der Lungenkrankheit gestorben. Wie entwickeln sich die Corona-Fälle weiter? Welche Auswirkungen hat die neuartige Krankheit global? Die nationalen und internationalen Folgen bilden wir in einem weiteren Newsblog ab.

9.35 Uhr: Lehrer in Duisburg sollen Schüler mit Erkältungssymptomen fortan nach Hause schicken, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das hat das Schulamt in einem Rundschreiben angeordnet. Als Beispiele für Erkältungssymptome werden Halsschmerzen und Husten genannt. Eltern sind von der Maßnahme verunsichert.

8.31 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in Essen ist inzwischen auf fünf gestiegen. Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hat offenbar mehrere Menschen infiziert. Eine Schülerin wurde aber negativ getestet; sie bleibt dennoch in häuslicher Quarantäne. Der Fall hat gravierende Folgen: Weil die Pflegerin auch einen Einsatz bei einer Schülerin der Käthe-Kollwitz-Schule in Essen-Rüttenscheid hatte, hat die Schule 56 Kinder vorerst vom Schulbesuch ausgeschlossen.

8.19 Uhr: Ob Bundesligaspiele wegen des Coronavirus abgesagt werden, muss laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann für ganz Deutschland geklärt werden. Bei der Bundesliga könne man als Bundesland nicht für einzelne Vereine entscheiden, sagte er im WDR-Interview. „Da muss man national sagen, dass man meinetwegen eine ganze Saison nach hinten verschiebt. „Da muss man national sagen, dass man eine ganze Saison nach hinten verschiebt.“ Der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach werde vor der Begegnung am Samstag, 7. März, gegen Borussia Dortmund alle Karten-Inhaber aus dem Kreis Heinsberg auffordern, freiwillig nicht ins Stadion zu kommen. Die betroffenen Fans bekommen ihr Geld zurück und sollen für ein anderes Spiel eingeladen werden, so Laumann.

NRW-Gesundheitsminister gegen Schließung aller Schulen

8.08 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich am Donnerstagmorgen im WDR gegen landesweite Schulschließungen wie in Italien ausgesprochen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Situation kriegen, in der wir alle Schulen schließen", sagte der Minister. „Das öffentliche Leben muss ja weitergehen.“ Der Umgang mit dem Virus sei ein „dynamischer Prozess". Erst wenn ein Corona-Fall an Schulen auftrete, müssten die Kontaktpersonen in Quarantäne und möglicherweise die gesamte Einrichtung geschlossen werden.

7.24 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in NRW-Kreisen und Städten fallen teilweise unterschiedlich aus. Das liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums an den Meldeketten. So seien Infizierte zuletzt doppelt gezählt worden, weil „für eine Kommune der Arbeitsort eines Infizierten ausschlaggebend ist, während für andere der Wohnort zählt.“ Dem Ministerium sind etwa für den Kreis Heinsberg bislang mindestens 134 Fälle bekannt. Landrat Stephan Pusch hingegen sprach am Mittwochabend in der ZDF-Talkrunde bei Markus Lanz von 150 Fällen in seinem Landkreis.

6.43 Uhr: Inzwischen ist die Anzahl der Fälle in NRW nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 175 gestiegen. 150 von ihnen wurden im Kreis Heinsberg gemeldet, so Landrat Pusch am Mittwochabend. Am gleichen Nachmittag waren es zuletzt noch 134 Fälle.

6.02 Uhr: Auch der Strafvollzug in Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf das Coronavirus vor. Als erstes NRW-Gefängnis lässt die JVA Heinsberg derzeit keine Besucher hinein. „Wir empfangen nur Rechtsanwälte, wenn sie die Besuche nicht aufschieben können“, sagte Franz-Josef Bischofs, stellvertretender Anstaltsleiter in Heinsberg. Auch Hafturlaube und Freigänge seien derzeit ausgesetzt – ebenso wie Transporte in andere Gefängnisse.

56 Grundschüler in Essen vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen

Mittwoch, 22.30 Uhr: Vierzehn Tage, so lange dauert in der Regel eine Quarantäne wegen Corona. Doch wer kommt für den Verdienstausfall in dieser Zeit auf? Gute Nachrichten für die meisten Heinsberger: Der Landschaftsverband zahlt. Schlechte Nachrichten für die meisten Betroffenen in Essen-Kettwig: erst einmal niemand.

Mittwoch, 20.57 Uhr: 56 Schüler der Essener Käthe-Kollwitz-Schule dürfen die kommenden 14 Tage nicht am Unterricht teilnehmen. Sie hatten Kontakt zu einer erkrankten Pflegerin aus Gelsenkirchen. Das Gesundheitsamt empfiehlt den Eltern, ihre Kinder unter häusliche Quarantäne zu stellen.

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