Corona-Mutation

Corona-Variante: 19.074 Omikron-Fälle in NRW registriert

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Omikron: Wie gut schützen Impfungen vor schwerer Erkrankung?

Omikron: Wie gut schützen Impfungen vor schwerer Erkrankung?

Die Omikron-Variante ist infektiöser als Delta und kann der Immunantwort ausweichen. Virologe Dittmer erklärt, warum Impfungen trotzem schützen.

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Essen.   Die Omikron-Variante breitet sich in NRW aus und verdrängt Infektionen mit Delta. NRW hat laut Statistik die höchsten Fallzahlen aller Länder.

  • Omikron in NRW: Auch im größten Bundesland breitet sich die Mutation stärker aus.
  • Wie das Robert-Koch-Institut mitteilt, sind in NRW 19.074 Omikron-Fälle gemeldet.
  • Deutschlandweit liegt NRW bei den Omikron-Fällen an der Spitze.
  • Mittlerweile verdrängt die Omikron-Variante die bislang vorherrschende Delta-Variante des Corona-Virus.

Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen weiter an. In der Datenbank des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind insgesamt 19.074 Omikron-Fälle bekannt (Stand Freitag, 7.1.). Innerhalb eines Tages kamen 3992 Fälle hinzu. Das bevölkerungsreichste Bundesland hat damit vor Bayern (13.004 Fälle) die meisten Omikron-Fälle in Deutschland.

In die Statistik fließen sowohl Fälle mit einem zweifelsfreien Nachweis durch Sequenzierung als auch Verdachtsfälle durch spezifische PCR-Tests mit Hinweisen auf Omikron ein. Am vergangenen Donnerstag (30.12.) waren es in NRW noch 5676 Fälle.

Insgesamt 62.974 Omikron-Fälle in Deutschland

In Deutschland hat sich die Zahl der Omikron-Fälle binnen einer Woche mehr als verdreifacht. 62.974 Fälle werden laut RKI (Stand 7. Januar) nun der neuen Corona-Variante zugeordnet. Vor einer Woche (28.12.) hatte der Wert noch bei 10.443 gelegen. Mittlerweile werde auch Anteil der Delta-Variante, die bis vor wenigen Wochen fast ausschließlich das Infektionsgeschehen dominiert hatte, kontinuierlich geringer, stellte das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht fest.

Grundsätzlich ist die Datenlage allerdings noch verzerrt: Das Robert-Koch-Institut rechnet erst ab ungefähr dem 10. Januar wieder mit wirklich belastbaren Daten zum Infektionsgeschehen in Deutschland. „Wir gehen davon aus, dass sich Diagnostik- und Testverhalten gegen Ende der ersten Januarwoche wieder dem Niveau der letzten Wochen angleichen und dadurch die Daten in der zweiten Januarwoche vergleichbar mit den Daten der letzten Wochen sind“, teilte das RKI der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein genauer Tag lasse sich unter anderem wegen der regional unterschiedlichen Winterferien nicht bestimmen.

Detaillierte Angaben zu den erfassten Fällen liegen derzeit nur lückenhaft vor. 16 Todesfälle nach Infektionen mit Omikron meldet das RKI aktuell: Betroffen waren sechs Menschen aus der Altersgruppe 80+, sieben Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre, drei aus der Gruppe 35 bis 59 Jahre. 632 Infizierte seien ins Krankenhaus aufgenommen worden. Bei 1106 handele es sich um eine Reinfektion - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

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NRW-Gesundheitsminister lobt die hohe Impfquote in NRW

Im bundesweiten Vergleich hat NRW eine „hervorragende Impfquote“, die sowohl der hohen Impfbereitschaft der Bevölkerung zu verdanken sei, als auch den funktionierenden Strukturen unseres Gesundheitssystems, besonders in der ambulanten ärztlichen Versorgung, hob Laumann hervor.

Die neuartige Omikron-Variante, war in NRW erstmals Anfang Dezember nachgewiesen worden. Sie hat für eine Änderung der Quarantäne-Regeln gesorgt. Auch für vollständig geimpfte Personen wird seit Jüngstem Quarantäne angeordnet, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand. Dies soll helfen, die Weiterverbreitung der Virusvariante zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. (mit dpa)

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