Verkehr

Auf diesen NRW-Autobahnen droht 2019 der meiste Stau

Pendler in NRW müssen sich auch im neuen Jahr auf einige Staustrecken einstellen.

Pendler in NRW müssen sich auch im neuen Jahr auf einige Staustrecken einstellen.

Foto: dpa

Essen.  Autofahrer in NRW müssen sich auch im neuen Jahr auf einige Stau-Strecken einstellen. Immer öfter sind Arbeiten an maroden Brücken der Grund.

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Auch 2019 werden viele Staus die Nerven von Pendlern und Reisenden auf Autobahnabschnitten in Nordrhein-Westfalen strapazieren. Die größten Belastungsproben warten wieder auf diversen Strecken der Autobahn 1. Hauptursache: Baumaßnahmen an Brücken.

Die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in Leverkusen hat für die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf die Baustellen mit dem höchsten Staurisiko an den neuralgischen Anschlussstellen (AS), Autobahnkreuzen (AK) und -dreiecken (AD) errechnet. Hier die Top 10 für 2019:

  • A1 AS VOLMARSTEIN - AK DORTMUND/UNNA: Hier muss die Brücke Volmarstein ersetzt werden. Wegen räumlicher Zwänge kann der Verkehr in beiden Richtungen nur über jeweils zwei Streifen geführt werden. Zudem wird im Bereich Hengstey mit einer weiteren Brückenbaustelle begonnen.
  • A1 AK DORTMUND/UNNA - AK HAGEN: Mehrere Brücken-Baumaßnahmen werden hier in den nächsten Jahren zu Engpässen führen.
  • A1 AK LEVERKUSEN - AK LEVERKUSEN-WEST - AK KÖLN-NORD: Auf der A1 zwischen den Kreuzen Leverkusen und Köln-Nord hindern in beiden Richtungen Lkw-Sperranlagen Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen daran, über die marode Brücke zu fahren. Neben diesem Nadelöhr führen im weiteren Streckenverlauf Ausbauten im Kreuz Köln-Nord zu Staus.
  • A40 AS DUISBURG-HOMBERG - AS DUISBURG-HÄFEN: Die Rheinbrücke Neuenkamp muss wegen Bauwerksschäden erneuert werden. Bis die neue Rheinbrücke fertig ist, muss die Zahl freigegebenen Fahrstreifen aus statischen Gründen reduziert werden. Auch hier ist seit November eine Lkw-Waage in Betrieb. Gewogen wird zunächst nur in Fahrrichtung Essen. Eine Anlage für die Fahrtrichtung Venlo soll im Frühjahr folgen.
  • A42 AK DUISBURG-NORD - AS DUISBURG-BAERL: Auf der A42 wird schon seit 2015 an den Brücken gearbeitet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung im Ruhrgebiet sind hier seitdem regelmäßig Staus zu beobachten.
  • A43 AS RECKLINGHAUSEN-HERTEN - AK HERNE: Die A43 ist in dem Bereich nicht mehr ausreichend für das Verkehrsaufkommen gerüstet. Hier wird sechsstreifig ausgebaut.
  • A45 WESTHOFENER KREUZ - AS LÜDENSCHEID-NORD: Auf der Lennetalbrücke muss in Fahrtrichtung Süden ein Fahrstreifen reduziert werden, um die nötige Rettungsgasse zu gewährleisten. Daher wird auch 2019 in den Spitzenstunden mit großen Staulagen in beide Richtungen gerechnet.
  • A46 HAAN-OST - AS WUPPERTAL-BARMEN: Im gesamten Bereich werden Fahrbahnen und Brücken saniert. Wegen der hohen Verkehrsbelastung werden die Baumaßnahmen die Staulagen verschärfen.
  • A52 AS ESSEN-RÜTTENSCHEID - AD ESSEN-OST: Die A52 wird südlich des AD Essen-Ost komplett saniert. Auch hier werden 2019 erste Brückenbaumaßnahmen eingeleitet.
  • A565 AS BONN-HARDTBERG - AS BONN-BEUL: Im Bonner Stadtgebiet müssen Brücken modernisiert und die Strecke ausgebaut werden.

Rund 96.000 Kilometer Stau in NRW

Derweil gibt es mit Blick auf das Jahr 2018 einen kleineen Lichtblick in der Stau-Bilanz Nordrhein-Westfalens: Zwischen Januar und November hat sich die Gesamtstaulänge auf den Autobahnen des Landes im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um drei Prozent oder knapp 3078 Kilometer verringert.

Die schlechte Nachricht: Insgesamt kamen in den ersten elf Monaten 2018 dennoch fast 96.000 Stau-Kilometer zusammen. Das geht aus Zahlen des Landesverkehrsministeriums hervor, die die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf ausgewertet hat.

2018 wurde eine Rekordsumme ausgegeben

Jedes Jahr gibt es in NRW zwischen 250 und 350 Baustellen, die den Verkehr auf den Autobahnen über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. 2018 sei für das Bundesfernstraßennetz mit über 1,3 Milliarden Euro bereits eine Rekordsumme ausgegeben worden, teilte das Ministerium mit.

Das Land unternehme viel, um stauträchtige Maßnahmen möglichst schnell abzuwickeln. An mehr als einem Drittel der jährlich 18.000 kurzfristig betriebenen Baustellen werde nachts gearbeitet. Eine neue Stabsstelle sorge für bessere Baustellen-Koordination in NRW. (dpa)

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