Essen. Eine Vorstandserweiterung löst einen heftigen Konflikt bei Thyssenkrupp aus. Doch es geht nicht nur um Personalien, sondern um viel mehr.

Es ist ein Eklat, der nachwirken wird. Die IG Metall spricht gar von einer „Zäsur“ im Konzern. Zum ersten Mal in der Geschichte von Thyssenkrupp seien Vorstände „trotz der geschlossenen Ablehnung der Arbeitnehmerseite“ ins Amt gehoben worden, so die Gewerkschaft. Doch die Entscheidung des Aufsichtsrats steht: Mit Volkmar Dinstuhl, Ilse Henne und Jens Schulte bekommt das Unternehmen drei neue Vorstandsmitglieder. Da Finanzchef Klaus Keysberg ausscheiden wird, vergrößert sich das Entscheidungsgremium von drei auf fünf Mitglieder.