Krupp-Stiftung

Beitz-Nachfolgerin Gather kontrolliert nun bei Thyssen-Krupp

Ursula Gather ist Rektorin der TU Dortmund und Chefin der Krupp-Stiftung.

Foto: Volker Hartmann

Ursula Gather ist Rektorin der TU Dortmund und Chefin der Krupp-Stiftung. Foto: Volker Hartmann

Essen.   Ursula Gather, die Vorsitzende der Krupp-Stiftung, wechselt in den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp.

Die traditionsreiche Essener Krupp-Stiftung, die größte Einzelaktionärin von Thyssen-Krupp, entsendet ihre Chefin Ursula Gather in den Aufsichtsrat des Konzerns. Die 64-jährige Rektorin der TU Dortmund, die im Oktober 2013 die Nachfolge der Konzernlegende Berthold Beitz antrat, werde mit Ablauf der Hauptversammlung am 19. Januar den Platz im Aufsichtsrat von Ralf Nentwig einnehmen, teilte die Stiftung mit.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die ihren Sitz auf dem Gelände der Villa Hügel in Essen hat, hält rund 21 Prozent der Anteile des Konzerns und kann laut Unternehmenssatzung zwei Vertreter ohne Wahl durch die Hauptversammlung direkt in das Kontrollgremium entsenden.

Fünfjährige Amtszeit für Ursula Gather

Der nach der Stiftung zweitgrößte Aktionär ist der schwedische Finanzinvestor Cevian mit mehr als 15 Prozent der Anteile. Cevian stellt derzeit einen Vertreter im Aufsichtsrat.

Am nächsten Freitag findet in Bochum die Hauptversammlung von Thyssen-Krupp statt. Mit Ablauf des Treffens beginnt Gathers fünfjährige Amtszeit im Aufsichtsrat. Wie die Stiftung ebenfalls mitteilte, wird der frühere Henkel-Manager Lothar Steinebach, der die Stiftung seit 2013 in dem Kontrollgremium vertritt, erneut entsandt.

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