Mobilität

Scheuer will E-Tretroller doch nicht auf Gehwegen zulassen

In Brüssel fährt eine Frau auf einem E-Tretroller auf einem Fahrradweg. In Deutschland soll es nicht so weit kommen.

In Brüssel fährt eine Frau auf einem E-Tretroller auf einem Fahrradweg. In Deutschland soll es nicht so weit kommen.

Foto: Eric Lalmand / dpa

Berlin  Kehrtwende beim Verkehrsminister: E-Tretroller sollen nun doch nicht auf Gehwegen zugelassen werden. Scheuer geht auf die Länder zu.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ändert seine Meinung: Elektronische Tretroller sollen nun doch nicht auf Gehwegen fahren dürfen. Das sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Damit geht Scheuer auf einige Bundesländer zu, die erhebliche Sicherheitsbedenken angemeldet hatten. Unter anderem Brandenburg und Bremen hatte sich gegen die Zulassung ausgesprochen.

Er sei bereit, auf die Länder, die Bedenken hätten, zuzugehen und das Fahren auf Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit aus der geplanten Verordnung herauszustreichen, sagte der Minister. „Mir geht es darum, neue Formen der Fortbewegung so zu ermöglichen, dass sie niemanden gefährden“, sagte Scheuer.

E-Tretroller – auch deutsche Versicherer sind gegen Zulassung auf Gehwegen

Laut

die weniger als zwölf Stundenkilometer schaffen, in der Regel Gehwege oder Geh- und Radwege nutzen sollen. E-Roller, die schneller sind, sollen auf Radwegen und Radfahrstreifen unterwegs sein.

Zuvor hatten sich bereits die deutschen Versicherer gegen die Zulassung von E-Tretrollern auf Gehwegen ausgesprochen. Ein Aufprall mit diesem Tempo – also etwa 12 Stundenkilometern – auf einen stehenden Fußgänger bedeute je nach Gewicht und konkreter Konstellation „eine Kraft von rund 150 kg, also sechs handelsüblichen Zementsäcken“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Stellungnahme des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Das sei besonders für ältere Menschen wegen möglicher Stürze eine Gefahr. (sdo/dpa)

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