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Paypal-Kunden droht Abzocke – diese Einstellung schützt Sie

So kurios ist Ebay-Kleinanzeigen

Bei Ebay-Kleinanzeigen gibt es alles – und ziemlich oft auch seltsame Menschen. Das führt zu Missverständnissen und ist meistens richtig komisch.

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Berlin.  Auf eBay-Kleinanzeigen klagen Käufer, die mit PayPal bezahlen, über eine neue Betrugsmasche. So funktioniert diese perfide Methode.

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  • Paypal verspricht schnelle und unkomplizierte Bezahlung im Internet – auch bei eBay-Kleinanzeigen
  • Allerdings: So praktisch es ist, so gefährlich kann es für Menschen werden, die sich nicht ausreichend auskennen
  • Denn Betrüger haben eine Masche gefunden, mit der sie Kunden einfach abzocken können
  • Denn wenn diese nicht auf eine bestimmte Einstellung achten, erlischt der Käuferschutz
  • Selbst die Polizei warnt jetzt vor dem Trick – wir sagen, wie Sie sich schützen

Früher nutzte man die Supermarkt-Pinnwand, heute gibt es Online-Kleinanzeigen. Ob ungenutztes Baumaterial oder ein gebrauchter Fernseher: Fast alles findet dort Abnehmer. Doch längst haben auch Betrüger die Kleinanzeigen entdeckt und bringen Käufer und Verkäufer um ihr Geld.

Betrüger nutzen auf eBay-Kleinanzeigen derzeit eine Sicherheitslücke von PayPal aus: Wie zunächst „chip.de“ berichtete, hebeln angebliche Verkäufer auf dem Kleinanzeigen-Portal dabei mit einem Trick den Käuferschutz der PayPal-Nutzer aus.

Käufer bezahlen für ein Produkt, das sie nie bekommen – und dessen Preis ihnen auch später nicht erstattet wird. Sogar die Polizei warnt vor dem Trick.

Ebay-Kleinanzeigen: So geht die Paypal-Falle

  • Der angebliche Verkäufer bittet den Käufer darum, das Geld per PayPal zu überweisen.
  • Allerdings soll dieser dabei die Option „Freunde und Familie“ auswählen.
  • Denn das, so das erfundene Argument des Betrügers, spare Gebühren.
  • Der Käufer überweist auf diesem Wege, bekommt aber keine Ware, sonder sieht stattdessen sein Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder.

Denn bei PayPal greift der Käuferschutz, der vor Betrügereien bewahrt, nur wenn eine Überweisung per „Dienstleistung und Ware“ verschickt wird. Haben die angeblichen Verkäufer dann ihr Geld, tauchen sie unter: Ebay löscht ihre Kontos, weil sie gegen Nutzungsbedingungen verstoßen.

So schützen sich Ebay-Kunden

Rechtlich geht der Online-Bezahldienst bei der Option „Freunde und Familie“ nicht von einem Verkauf aus, sondern von einem finanziellen Austausch zwischen Freunden oder Familienmitgliedern. Bei dieser Paypal-Variante ist der Geldversand kostenlos, und es genügt eine E-Mail-Adresse, an die das Geld geschickt werden soll.

Wer sein PayPal-Konto mit einer Kreditkarte verknüpft hat, sollte laut „chip.de“ unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Denn viele Kreditkarten verfügten über eine Versicherung, die Kunden vor einem solchen Betrug schützt. Wer bei PayPal mit seinem Bankkonto bezahlt, steht hingegen schlecht da. Auch interessant: Warum Hunderttausende diese Ebay-Kleinanzeige teilen.

Das raten Verbraucherschützer

Grundsätzlich sollten Käufer immer vorsichtig sein, wenn ein Kauf nur oder unbedingt per Vorkasse abgewickelt werden soll oder kann, rät Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Zwar hat man auch bei einem Kauf über Online-Kleinanzeigen gesetzliche Ansprüche, falls die Ware nicht der Beschreibung entspricht oder gar nicht verschickt wurde. Aber oft ist es schwierig, die durchzusetzen.“ Besonders dubios sei es häufig, wenn Zahlungen ins Ausland gehen sollen.

„Am sichersten ist es, ein Geschäft über Online-Kleinanzeigen immer persönlich und in bar abzuwickeln“, rät Verbraucherschützerin Rehberg. So könne man die ganzen Betrugsmaschen umgehen. Gerade wertvollere Ware sollten Käufer unbedingt persönlich abholen, am besten zusammen mit einem Zeugen.

Und wer etwas verkauft, sollte die Ware immer nur an den tatsächlichen Käufer übergeben. Von einem von diesem geschickten Vertreter sollte sich der Verkäufer den Ausweis zeigen und den Erhalt der Ware quittieren lassen.

Betrugsmaschen im Netz – Mehr zum Thema

Portale wie Ebay-Kleinanzeigen oder Facebook-Marketplace werden immer beliebter: IT-Experten warnen zunehmend vor Betrügern bei Online-Kleinanzeigen. Auch Urlauber werden beim Buchen der Reise häufig über den Tisch gezogen: Dieser Betrüger verkaufte falsche Ferienhäuser an deutsche Urlauber. Noch auf anderen Gebieten der Cyberkriminalität greifen Hacker zu immer neuen Methoden. (les)

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