Chemieindustrie

Evonik-Chef Kullmann: „Corona-Epidemie ist ein Einschnitt“

Evonik-Chef Christian Kullmann führt nun den Verband der Chemieindustrie mit 1700 Unternehmen.

Evonik-Chef Christian Kullmann führt nun den Verband der Chemieindustrie mit 1700 Unternehmen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Evonik-Chef Kullmann übernimmt mitten in der Corona-Krise die Führung des Chemieverbands. Jetzt gehe es darum, Jobs zu sichern, betont er.

Mitten in der Corona-Krise übernimmt Evonik-Chef Christian Kullmann die Führung des deutschen Chemieverbands. Kullmann sei mit sofortiger Wirkung zum neuen VCI-Präsidenten ernannt worden, teilte der Verband am Freitag mit. Es sei nun das Gebot der Stunde, Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu stabilisieren, betonte Kullmann. „Die Corona-Epidemie ist ein Einschnitt und eine Bewährungsprobe für unser Land und für uns alle.“

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Interessen von 1700 Unternehmen und eine Branche mit rund 462.000 Beschäftigten. Evonik-Chef Kullmann tritt die Nachfolge des früheren Henkel-Vorstandschefs Hans Van Bylen an.

Kullmann spricht von einer „Ausnahmesituation“

Zugleich hat das VCI-Präsidium Covestro-Chef Markus Steilemann zum Vizepräsidenten bestellt. Angesichts der Corona-Pandemie erfolgten die Beschlüsse durch ein schriftliches Verfahren. Die Nachwahlen durch die Mitgliederversammlung sind für September in Düsseldorf geplant.

Kullmann sagte mit Blick auf die Corona-Krise: „In dieser Ausnahmesituation setzen unsere Unternehmen alles daran, die Bevölkerung und das Gesundheitssystem mit medizinischen Gütern zu versorgen – ohne gewinnorientierte Überlegungen. Wir bündeln unsere Ressourcen für die Entwicklung von Virentests, Impfstoffen, Medikamenten und die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und von Kunststoffen für Schutzkleidung und medizinische Geräte.“

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