Too Good To Go

Metro weitet Kampf gegen Lebensmittelverschwendung aus

Metro und die App „Too Good To Go“ versuchen nun in vier weiteren Ländern Lebensmittelverschwendung zu verringern. Foto: Arno Burgi/dpa

Metro und die App „Too Good To Go“ versuchen nun in vier weiteren Ländern Lebensmittelverschwendung zu verringern. Foto: Arno Burgi/dpa

Essen.  In der App „Too Good To Go“ können Nutzer übrig gebliebene Lebensmittel kaufen. Metro erweitert die Partnerschaft nun auf vier weitere Länder.

Metro arbeitet von nun an auch in Frankreich, Spanien, Italien und Belgien mit der App „Too Good To Go“ zusammen, um Lebensmittelverschwendung zu verringern. Das gab der Düsseldorfer Handelskonzern am Mittwoch bekannt. Bereits seit Juni diesen Jahres läuft die Partnerschaft in Deutschland und den Niederlanden.

In der App bietet Metro übrig gebliebene Lebensmittel vom Frühstücksbüffet oder dem Mittagsmenü für einen geringen Preis an. Auf diese Art und Weise konnten nach Angaben von Metro bislang ungefähr 90 Prozent der in der App angebotenen Lebensmittel in den deutschen und niederländischen Metro-Filialen vor dem Wegwerfen gerettet werden - das entspreche etwa 12.000 Mahlzeiten. In den Ruhrgebietsstädten beteiligen sich auch immer mehr Gastronomen daran und bieten regelmäßig Reste über die App an anstatt sie gleich wegzuwerfen.

Mit „Too Good To Go“ gegen die Lebensmittelverschwendung

Metro sehe es als seine Verpflichtung an, entschieden gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen. „Ressourcen sind knapp. Wir müssen verantwortungsbewusst mit ihnen umgehen. Und wir müssen uns bewusst werden, dass die Tonnen von Lebensmitteln, die jedes Jahr weltweit weggeworfen werden, große Mengen an Treibhausgasen freisetzen. Lebensmittelverschwendung ist auch ein Klimakiller“, sagt Veronika Pountcheva, Global Director Corporate Responsibility bei Metro. Nicht nur die Mahlzeiten selbst würden dadurch wertgeschätzt, sondern auch die Menschen, die sie zubereitet haben.

Die App „To Good To Go“ gibt es seit 2016 und ist inzwischen in 13 Ländern aktiv. Neben Lebensmitteleinzelhändlern können auch Restaurants, Supermärkte, Bäckereien und Hotels überschüssige Lebensmittel zu reduzierten Preisen an registrierte Kunden verkaufen. Wer daran teilnehmen will, kann die App herunterladen und damit schnell sehen, wo in seiner Nähe übrig gebliebene Lebensmittel zum kleinen Preis angeboten werden.„Über 29.000 Partner haben sich uns inzwischen im globalen Kampf gegen Lebensmittelverschwendung angeschlossen“, so Mette Lykke, die Chefin von „Too Good To Go“.

Metro hatte sich vor vier Jahren einem Netzwerk angeschlossen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensmittelverschwendung im Unternehmen bis ins Jahr 2025 um die Hälfte zu reduzieren. In mittlerweile 21 Ländern arbeitet Metro mit so genannten Lebensmittelbanken zusammen. Das sind vor allem in Süd- und Osteuropa verbreitete Sammelstellen, welche die Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen weiter verteilen. In Deutschland verteilen Tafeln die Lebensmittel direkt an Bedürftige.

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