Rosenmontag: Küchenkauf statt Jeckenzug

Hagen.  Helau und Alaaf: Während sich am Rosenmontag an Rhein und Ruhr die Jecken tummelten, war auch in vielen Möbelhäusern im Revier mächtig was los. Angezogen wurden viele Kunden von besonders hohen Karnevals-Rabatten. Der Handel zeigte sich mit den Umsätzen zufrieden, ihrem Verband zufolge ist für viele Häuser der Rosenmontag zum umsatzstärksten Tag des Jahres geworden.

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Helau und Alaaf: Während sich am Rosenmontag an Rhein und Ruhr die Jecken tummelten, war auch in vielen Möbelhäusern im Revier mächtig was los. Angezogen wurden viele Kunden von besonders hohen Karnevals-Rabatten. Der Handel zeigte sich mit den Umsätzen zufrieden, ihrem Verband zufolge ist für viele Häuser der Rosenmontag zum umsatzstärksten Tag des Jahres geworden.

„Dieses Phänomen war bislang vor allem im Rheinland bekannt“, sagt Andre Kunz, Geschäftsführer des Handelsverbands Möbel und Küchen. Das Ziel der Händler: Karnevalsmuffel abfangen, die einen freien Rosenmontag für einen Möbeleinkauf nutzen wollen.

Händler müssen mitmachen

Darauf haben viele Häuser reagiert und ihr Karnevalsgeschäft ausgeweitet. Statt ausschließlich am Rosenmontag mit besonderen Rabatten zu locken, gelten Angebote vielerorts auch am Karnevalssamstag oder die kompletten jecken Tage von Altweiber bis Aschermittwoch.

Möbel Hardeck in Bochum warb neben speziellen Rabatten auch mit „närrischen Gratis-Aktionen“, um neben Karnevalsverweigerern auch Jecken anzusprechen. Für Möbelhäuser wird der Rosenmontag zu einem ähnlichen Schnäppchentag wie der aus den USA importierte „Black Friday“ im November. Möbel Hardeck spricht von regelrechten „Rabattorgien“.

Für die Händler bedeutet dies, dass sie mitmachen müssen, um keinen Umsatz zu verpassen. Die Rabatte senken aber die Gewinnspanne. Zuletzt hatten die Elektronikketten Media Markt und Saturn beklagt, der „Black Friday“ habe ihre Gewinne im Advent geschmälert.

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