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Spritpreise sinken leicht und sind regional unterschiedlich

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Laut ADAC sind die Kraftstoffpreise weiterhin viel zu hoch im Vergleich zum Rohölpreis. Der Verkehrsclub sieht in Preissenkungen erhebliches Potenzial.

Laut ADAC sind die Kraftstoffpreise weiterhin viel zu hoch im Vergleich zum Rohölpreis. Der Verkehrsclub sieht in Preissenkungen erhebliches Potenzial.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Aktuell sind die Spritpreise moderat. Ab September werden wieder höhere Preise erwartet. Dann fällt der Tankrabatt weg. Ein Überblick.

Seit dem Ukraine-Krieg sind die Preise für Kraftstoffe in die Höhe geschossen. Um Bürgerinnen und Bürger zu entlasten, hatte die Bundesregierung die Energiesteuer gesenkt. Der 30-Cent-Benzinrabatt läuft Ende dieses Monats aus.

Im Vergleich zur Vorwoche haben sich die Preise nur wenig bewegt laut ADAC. Benzin ist etwas billiger geworden, Diesel stagniert. Aktuell kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt 1,73 Euro – und damit 1,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Der Preis für einen Liter Diesel liegt im Schnitt bei 1,92 Euro – und ist damit nur um 0,1 Cent gesunken.

Der ADAC sagt: „Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zum Rohölpreis weiter viel zu hoch, das Potenzial für Preissenkungen ist erheblich und kann durch verstärkten Wettbewerb genutzt werden.“

Benzinpreise sind zwar leicht gesunken, aber trotz Energiesteuer hoch

Auch das Bundeskartellamt kam zu dem Ergebnis, dass die Preise leicht gesunken sind. In der Auswertung wurden der 1. Juli mit dem 1. August verglichen. Für E5 lag der Preis im Juli noch bei 1,91 Euro und für E10 bei 1,85 Euro. Anfang August kostete E10 dann 1,81 Euro und E5 1,75 Euro. Beide Preise sind also um zehn Cent gefallen. Der Dieselpreis ist von Juli zu August um fünf Cent gesunken. Er liegt aber deutlich über dem Preis von E5 und war am 1. August 13 Cent teurer.

„Die Abstände der E5- und E10-Tankstellenpreise zum Rohölpreis haben sich in den letzten Wochen stark verringert“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Trotzdem lägen sie auf einem höheren Niveau als im Mai. „Auch der Abstand für Diesel liegt weiterhin über dem hohen Niveau von Anfang Juni unmittelbar nach der Energiesteuersenkung“, so Mundt.

Regionale Unterschiede bei Benzinpreisen kommen auch durch Rhein zustande

Die Unterschiede zwischen günstigen und teuren Regionen, so die Kartellwächter, haben sich im Vergleich zum Vormonat deutlich erhöht. In günstigen Regionen war der Preis für E5 rund 21 Cent billiger als im teuren Bayern mit 1,94 Euro. Im Juli lagen die regionalen Preisunterschiede für E5 und E10 noch zwischen acht und elf Cent.

Bei Diesel erhöhte es sich von elf auf 19 Cent: Während in Bayern über zwei Euro pro Liter anfallen, zahlt man in günstigen Regionen 1,88 Euro. Ein Grund für die Unterschiede ist unter anderem der Rhein: „Der Pegel des Rheins als wichtiger Transportweg ist derzeit ausgesprochen niedrig und erschwert Transporte nach Bayern“, heißt es.

ADAC erwartet Kraftstoffpreise von mehr als zwei Euro ab September

Der Tankrabatt läuft noch etwa vier Wochen. „Danach wird die Energiesteuer wieder in gewohntem Umfang erhoben mit der Folge, dass die Kraftstoffpreise wieder mehr als zwei Euro kosten dürften“, so der ADAC. Er empfiehlt, sich vor dem Tanken zu informieren. Der Preisunterschied kann bis zu sieben Cent betragen. Und: Abends ist es preiswerter als morgens.

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