Tarifeinigung

Tausende Eon-Beschäftigte erhalten mehr Geld

Beim Essener Energiekonzern Eon gibt es eine kräftige Lohnerhöhung.

Beim Essener Energiekonzern Eon gibt es eine kräftige Lohnerhöhung.

Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Essen.  Tarifeinigung für tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Eon: Vor der geplanten Übernahme von Innogy gibt es eine deutliche Lohnerhöhung.

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Vor der geplanten Übernahme der RWE-Tochter Innogy bekommen tausende Eon-Beschäftigte mehr Geld. Ab dem 1. Juli sollen sie eine Lohnerhöhung von 3,7 Prozent erhalten – bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit, die das Ergebnis mit der IGBCE in der zweiten Verhandlungsrunde erzielte.

Es profitieren insgesamt rund 20.000 Beschäftigte – ein Großteil davon aus dem Essener Eon-Konzern. Sie gehören zur Tarifgemeinschaft Energie mit Unternehmen wie Eon Energie Deutschland, Preussen Elektra, Avacon, Bayernwerk, E-Kundenservice Netz, Hanse Gas und Tennet.

Besondere Tarifrunde angesichts der Übernahmepläne

Die Ausbildungsvergütungen sollen um 75 Euro monatlich steigen. Vereinbart ist auch, dass die Unternehmen grundsätzlich alle Auszubildenden übernehmen – diese Vereinbarung gilt bis zum Jahr 2022. Ausnahmen von dieser Regel soll es nur unter Beteiligung der betrieblichen Mitbestimmung geben.

„Dieses Ergebnis ist ein Erfolg“, urteilt Verdi-Verhandlungsführer Stefan Najda. Das Ergebnis steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Tarifkommissionen beider Gewerkschaften.

Dies sei „keine normale Tarifrunde gewesen“, heißt es bei der Gewerkschaft Verdi mit Blick auf die geplante Übernahme von Innogy durch Eon. Bei der Eon-Konzernleitung dürfte es Interesse gegeben haben, in der aktuell sensiblen Situation einen Tarifkonflikt zu vermeiden.

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