Vivawest

Vivawest plant Neubau von 3200 Wohnungen im Ruhrgebiet

In Bochum hat Vivawest Wohnungen mit Smart-Home-Technik ausgestattet.

In Bochum hat Vivawest Wohnungen mit Smart-Home-Technik ausgestattet.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Vivawest kurbelt das Neubau-Geschäft an. Bis 2024 will der Konzern 7000 Wohnungen errichten, 3200 davon in Bochum, Dortmund und Essen.

Der Gelsenkirchener Immobilienkonzern Vivawest kündigt massive Investitionen in Neubauprojekte an. Bis zum Jahr 2024 sollen für 1,2 Milliarden Euro knapp 7000 Wohnungen gebaut werden – knapp die Hälfte im Ruhrgebiet. Damit steige das Investitionsvolumen um 20 Prozent, teilte das Unternehmen mit.

„Wir sind stolz darauf, dass wir jährlich im Schnitt mehr als 1300 Wohnungen in NRW fertigstellen“ sagt Claudia Goldenbeld, Sprecherin der Vivawest-Geschäftsführung, das sei mehr als jeder andere Investor leiste. „Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung des dringend benötigten Wohnraums.“ Nach Unternehmensangaben sollen gut 3200 Wohnungen im Ruhrgebiet entstehen – davon 500 in Bochum, 800 in Dortmund und rund 1000 in Essen. Weitere 3000 seien im Rheinland sowie 600 im Münsterland geplant. Rund ein Fünftel der 7000 neuen Wohnungen sei mietpreisgebunden und für Kunden mit geringem Einkommen vorgesehen.

Vivawest modernisiert pro Jahr 1750 Wohnungen energetisch

Parallel zum Neubau will Vivawest die Schlagzahl auch bei der energetischen Sanierung der Häuser erhöhen. Bis 2024 sollen die Investitionen im Vergleich zur vorangegangenen Fünf-Jahres-Planung um 15 Prozent auf 700 Millionen Euro erhöht werden. Der Konzern hat unter dem Strich das Ziel formuliert, die CO2-Emissionen in seinen rund 120.000 Wohnungen bis 2024 um 60 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Nach Angaben von Geschäftsführer Ralf Brauksiepe modernisiert Vivawest pro Jahr 1750 Wohnungen energetisch.

Als Beitrag zum Klimaschutz plant Vivawest ein Pilotprojekt für weitgehend energieautarke Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude sollen ihre Energie weitgehend über Sonnenkollektoren und Batteriespeicher selbst erzeugen. Das Unternehmen prüft gerade geeignete Standorte. In den autarken Häusern will Vivawest überdies neue Mietmodelle testen und Carsharing-Modelle für E-Autos anbieten.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Vivawest ein bereinigtes Ergebnis vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 477 Millionen Euro. Der operative Gewinn (FFO) lag bei 241 Millionen Euro. Das Immobilien-Vermögen erhöhte sich den Angaben zufolge auf 4,3 Milliarden Euro.

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