Aufsichtsrat

Früherer Thyssenkrupp-Chef Hiesinger geht zur Deutschen Post

Der frühere Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger bekommt einen Job bei der Deutschen Post.

Der frühere Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger bekommt einen Job bei der Deutschen Post.

Foto: Lars Heidrich

Essen.   Neuer Job für den früheren Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger: Er steht kurz vor einem Wechsel in den Aufsichtsrat der Deutschen Post.

Der frühere Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger steht vor dem Einzug in den Aufsichtsrat der Deutschen Post. Wie aus der Einladung des Bonner Unternehmens zur Hauptversammlung hervorgeht, stellt sich Hiesinger zur Wahl und könnte damit beim Brief- und Logistikkonzern auf den ehemaligen SAP-Chef Henning Kagermann folgen, der aus Altersgründen nicht mehr kandidiert.

In der Einladung zur Hauptversammlung wird unter anderem auf Hiesingers Kenntnisse bei Themen wie „Strategie und Innovation“, Digitalisierung sowie der „Führung großer internationaler Unternehmen in unterschiedlichen Branchen“ verwiesen.

Hiesinger ist bereits Mitglied im Kontrollgremium des Autobauers BMW. Die Hauptversammlung der Deutschen Post ist für den 15. Mai im World Conference Center in Bonn geplant.

Wechsel zu Konzern mit weltweit 550.000 Mitarbeitern

Anfang Juli vergangenen Jahres ist Hiesinger als Vorstandschef bei Thyssenkrupp ausgeschieden – kurz nach der Unterzeichnung der Verträge zur Stahlfusion mit dem indischen Tata-Konzern.

Hiesingers Vertrag sei „einvernehmlich beendet“ worden, heißt es im Thyssenkrupp-Geschäftsbericht. Eigentlich lief sein Anstellungsvertrag noch bis Ende September 2020. Nach Hiesinger hatte sich auch der langjährige Thyssenkrupp-Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner zurückgezogen. Es folgte eine wochenlange Führungskrise.

Die Deutsche Post DHL Group ist nach eigenen Angaben das weltweit führende Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation. Der Bonner Konzern ist mit einem Jahresumsatz von mehr als 61 Milliarden Euro in über 220 Ländern tätig und beschäftigt etwa 550.000 Mitarbeiter. Rund 20 Prozent der Post-Aktien befinden sich im Besitz der staatlichen Bankengruppe KfW.

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