Gewerbeflächen-Not

Grüne: Flächenfonds statt „Zubetonieren von Natur“ im Revier

Felix Banaszak ist Landesvorsitzender der Grünen in NRW.

Felix Banaszak ist Landesvorsitzender der Grünen in NRW.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Essen.  Die NRW-Grünen fordern einen Fonds, um die Sanierung von Brachflächen zu finanzieren. So könne ein „Zubetonieren der Natur“ verhindert werden.

Als Ausweg aus der Gewerbeflächen-Not im Revier fordern die Grünen einen Flächenfonds. „Im Ruhrgebiet ergibt sich durch den Kohle-Kompromiss und die damit zugesagten Gelder eine einmalige Gelegenheit, einen Fonds für die Aufbereitung von Brachflächen anzulegen“, sagte Felix Banaszak, Vorsitzender der Grünen in NRW, unserer Redaktion. „So kann und muss es mit den vom Bund versprochenen 600 Millionen Euro gelingen, Umwelt und wirtschaftliche Entwicklung im Einklang voranzubringen.“

Streit um Tempo bei der Schaffung neuer Gewerbeflächen Mit einem Flächenfonds könne verhindert werden, „dass mitten im Revier durch stillgelegte Kraftwerke neue Brachflächen entstehen und anderswo für Firmenansiedlungen wertvolle Natur zerstört wird“. Banaszak fordert den Regionalverband Ruhr (RVR) auf, bei der aktuell laufenden Aufstellung des Regionalplans Ruhr diese Chance zu nutzen.

Hohe Kosten für Sanierung der Altlasten

„Wir werben als Grüne schon lange dafür, dass das Entwickeln von Brachflächen den Vorrang vor dem weiteren Zubetonieren unserer Natur hat“, mahnt der Grünen-Landeschef. Für einen Flächenfonds hatten sich zuvor bereits Wirtschaftsförderer sowie Industrie- und Handelskammern ausgesprochen.

In Städten wie Essen, Mülheim und Bottrop sind größere Industrieflächen zur sofortigen Ansiedlung von Unternehmen ausverkauft. Oft bleiben die Kommunen auf Industriebrachen sitzen, weil die Sanierung der Altlasten zu teuer ist und die Verursacher der Verunreinigungen nicht mehr haftbar gemacht werden können. Ein Flächenfonds könnte die Mittel für die Ertüchtigung der Brachen bereitstellen.

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