Schadstoffe

Im Revier fahren die wenigsten alten Diesel-Pkw

Das Ruhrgebiet ist mit Diesel-Abgasen vergleichsweise wenig belastet.

Das Ruhrgebiet ist mit Diesel-Abgasen vergleichsweise wenig belastet.

Foto: Alexander Rüsche / picture alliance / Alexander Rüsche/dpa

Essen.  Im Vergleich zu anderen Metropolen fahren im Ruhrgebiet die wenigsten schmutzigen Diesel-Pkw. Es gibt Gründe, warum Bochum vorn liegt.

Im Ruhrgebiet fahren deutlich weniger schmutzige Diesel als im Bundesdurchschnitt und in großen NRW-Städten wie Aachen und Bonn. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen.

Danach betrug zum Jahresbeginn der Anteil der Diesel-Pkw der Schadstoffklassen 1 bis 5 knapp 22 Prozent. In Nordrhein-Westfalen lag der Schnitt bei 20,3 Prozent. Die Revierstädte liegen deutlich darunter. Mit 14,8 Prozent hat Bochum den geringsten Anteil schmutziger Diesel, gefolgt von Bottrop, Essen, Oberhausen, Herne und Mülheim. In Hagen und Dortmund sind mit rund 18 Prozent die meisten alten Diesel zugelassen.

Der Duisburger Autoprofessor und Chef des CAR-Instituts, Ferdinand Dudenhöffer, zeigt sich von den Ergebnissen überrascht. „Das Ruhrgebiet baut Radwege und renaturiert Industrieflächen. Das passt ins Bild“, sagte er der WAZ. In Bochum machen sich nach seiner Einschätzung zudem die Initiativen für mehr Elektromobilität bemerkbar. Mit einer Quote von 0,44 Prozent kommt Bochum im Ruhrgebiet auf die höchste Dichte an E-Autos.

Leserkommentare (7) Kommentar schreiben