RAG-Kündigungen

Jobbörsen sollen gekündigte RAG-Bergleute in Arbeit bringen

Zwei gekündigten Bergleute der RAG melden sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos. Es ist das erste Mal in der RAG-Geschichte, dass der Konzern Bergleute betriebsbedingt gekündigt hat.

Zwei gekündigten Bergleute der RAG melden sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos. Es ist das erste Mal in der RAG-Geschichte, dass der Konzern Bergleute betriebsbedingt gekündigt hat.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Datteln.  In Datteln und Bottrop versuchen die Bundesagentur für Arbeit und die RAG selbst, die rund 200 gekündigten Kumpel in neue Jobs zu vermitteln.

Für die rund 200 von der RAG gekündigten Bergleute haben das Land und die RAG neue Initiativen gestartet, um sie doch noch in neue Arbeit zu bringen. Am Dienstag fand in Datteln auf Einladung der Kanzlei Kuhlmann, die viele der entlassenen Bergleute vertritt, eine Jobbörse statt, an der sich auch das Landesarbeitsministerium von Karl-Josef Laumann (CDU), die Bundesagentur für Arbeit und die landeseigene Leiharbeitsfirma Start NRW beteiligten. Für die RAG-Mitarbeiter sollten Profile erstellt werden, mit denen sie dann vermittelt werden sollen. Am Mittwoch will die RAG selbst in Bottrop Bergleute und Unternehmen zusammen bringen, die ihnen Arbeit anbieten wollen.

Kampf gegen Kündigungen

Die 200 gekündigten Bergleute fühlen sich von der RAG im Stich gelassen, das Unternehmen betont, ihnen Angebote gemacht zu haben, die aber ausgeschlagen worden seien. Der seit Monaten schwelende Streit stand in Datteln aber nicht im Vordergrund. „Es geht heute um Jobs und nicht darum, auf die RAG zu schauen“, sagte Anwalt Daniel Kuhlmann, „die Kumpel können sich heute schon in Listen für Vermittlungsgespräche eintragen.“ Trotzdem werde man weiter gegen die Kündigungen kämpfen.

„Ich habe keine Hilfe von der RAG bekommen“, sagte Demir Eyüp. Er habe sich selbst bemüht, aber auch wegen gesundheitlicher Probleme bisher ohne Erfolg. Er werde trotzdem auch am Mittwoch zur Jobbörse der RAG gehen, denn: „Die Hoffnung auf einen neuen Job gebe ich nicht auf.“

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