NRW-Statistik

Kühlschrank, Trockner, Pkw: Wie NRW-Haushalte ausgestattet sind

Eine Waschmaschine gibt’s in mehr als 95 Prozent aller Haushalte in NRW – Wäschetrockner sind deutlich weniger verbreitet.

Eine Waschmaschine gibt’s in mehr als 95 Prozent aller Haushalte in NRW – Wäschetrockner sind deutlich weniger verbreitet.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services

Düsseldorf.  Kein Haushalt in NRW ohne Kühlschrank – aber wie verbreitet sind andere Geräte wie Wäschetrockner? Eine aktuelle Statistik gibt einen Überblick.

  • Das statistische Landesamt hat den Ausstattungsgrad mit Haushaltsgeräten in NRW untersucht. Von den 8,1 Millionen Privathaushalten besaßen Anfang 2020 knapp die Hälfte (48,6 Prozent) einen Wäschetrockner .
  • Die Auswahl vieler Geräte hängt dabei stark von der Größe der Wohnung ab, andere Dinge, wie zum Beispiel ein Kühlschrank, sind für für die Menschen essenziell.
  • Die Statistik beobachtet aber auch die Entwicklungen anderer Bereiche: So stieg die Ausstattung mit einem Mobiltelefon in den letzten elf Jahren von 87,6 Prozent auf 98,3 Prozent an.

Eine Studie des Statistisches Landesamt NRW hat sich mit dem Zusammenhang vom Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Haushaltsgeräten und Wohnraum beschäftigt. Die Zahlen zeigen, manche Haushaltsgeräte lassen sich aus dem Alltag nicht mehr wegdenken. Zur Standardausstattung gehören Geräte wie Kühlschrank (100 Prozent), Wasch - (95,6 Prozent) oder Kaffeemaschine (83,7 Prozent). Wäschetrockner (48,6 Prozent), Gefrierschränke/-truhen (48,6 Prozent) oder Heimtrainer (26,3 Prozent) sind in den NRW- Haushalten dagegen nicht so häufig vertreten.

Je größer die Wohnfläche, desto mehr Haushaltsgeräte

Die Untersuchung zeigt noch einen anderen Zusammenhang. Haushalte in Wohnungen ab einer Wohnfläche von 1 20 Quadratmetern haben in der Regel einen höheren Ausstattungsgrad mit Haushaltsgeräten als Haushalte in kleineren Wohnungen (unter 80 m²): Wäschetrockner findet man in 72,7 Prozent der größeren, aber nur in 31,1 Prozent der kleineren Wohnungen.

Bei Gefriertruhen sind die Unterschiede ähnlich: Es gibt sie in 72,9 Prozent der größeren, aber nur in 31,4 Prozent der kleineren Wohnungen. In größeren Wohnungen besitzen 94,6 Prozent der Haushalte außerdem eine Geschirrspülmaschine , während dies in kleineren Wohnungen auf etwa die Hälfte (53,8 Prozent) der Haushalte zutrifft. Ein Kaffeevollautomat steht in gut einem Drittel (32,8 Prozent) der größeren Wohnungen, ist aber in nur etwa jeder zehnten kleineren Wohnung vorhanden.

Gebrauchsgüter im Laufe der Zeit

Neben der Auswertung der Haushaltsgeräte kümmert sich die Studie auch um Erhebungen anderer Bereiche wie Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik. Einen Internetanschluss hatten 2009, zu Beginn der Statistik, nur 69,4 Prozent der Befragten. In 2020, dem Jahr des Home-Office, waren es 95 Prozent. Die Ausstattung mit einem Mobiltelefon stieg im gleichen Zeitraum von 87,6 Prozent auf 98,3 Prozent an. Die Relevanz von Festnetztelefonen ist zeitgleich von 91,6 Prozent auf aktuell 84,2 Prozent gesunken.

Die Statistik „ Laufende Wirtschaftsrechnungen ” findet jährlich statt und liefert neben Informationen zur Ausstattung mit Gebrauchsgütern auch Daten zur Wohnsituation. Die Ergebnisse für 2020 basieren auf den Aufzeichnungen von 1654 Haushalten, die auf die 8,1 Millionen Haushalte in Nordrhein-Westfalen hochgerechnet wurden. (red)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben