Stahlkonzern

Thyssenkrupp will Führungsebene nach Spaltung verschlanken

Guido Kerkhoff, Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp, vor der Konzernzentrale in Essen.

Guido Kerkhoff, Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp, vor der Konzernzentrale in Essen.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Essen.   Nach der Aufspaltung will Thyssenkrupp seine Verwaltung straffen. Die Zahl der Vorstandsressorts soll auf je drei begrenzt werden.

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Thyssenkrupp strebt nach der Teilung in zwei Unternehmen eine schlankere Führungsstruktur an. Für die neuen Unternehmen Industrials und Materials sollen die Vorstandsressorts auf jeweils drei reduziert und zentrale Funktionen zusammengelegt werden, teilte der Konzern am Dienstag in Essen mit.

Bis zum Geschäftsjahr 2020/21 will Thyssenkrupp die Verwaltungskosten für beide Unternehmen auf unter 300 Millionen Euro senken - von derzeit rund 380 Millionen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es durch die Teilung nicht geben.

Hauptversammlung muss über Spaltung abstimmen

Über die Spaltung soll die Hauptversammlung im Januar 2020 abstimmen. Über die Besetzung der beiden Vorstandsteams will der Konzern in diesem Frühjahr entscheiden. Im Mai werden Details zu Finanzstruktur, Markenauftritt und Strategie veröffentlicht. Die neuen Unternehmen sollen dann zum 1. Oktober 2019 weitgehend operativ selbstständig aufgestellt.

Im ersten Quartal (per 31. Dezember) hat der Stahl- und Industriekonzern im operativen Geschäft weniger verdient. Sinkende Gewinne in den Industriegeschäften wie Komponenten, Aufzüge oder Anlagenbau waren der Grund dafür. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) der fortgeführten Aktivitäten sank um mehr als ein Drittel auf 168 Millionen Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Beim Nettoergebnis legte Thyssenkrupp zu

Auch das Ergebnis der vor der Fusion mit dem europäischen Geschäft von Tata Stell stehenden Stahlsparte ging zurück. Grund waren eine schwächere Nachfrage in der Automobilindustrie sowie Produktionsunterbrechungen durch das Niedrigwasser des Rheins.

Beim Nettoergebnis legte Thyssenkrupp hingegen zu. Der Gewinn stieg um knapp 70 Prozent auf 136 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte im fortgeführten Geschäft um 3 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, die Auftragseingänge nahmen um 6 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro zu. (dpa)

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