Mahlzeit

Burger und Barbecue unter freiem Himmel bei Burgerheart

Die sehr großzügige „Memphis Hickory Platte“ (14,90 €) – mit Rind- und Schweinefleisch

Die sehr großzügige „Memphis Hickory Platte“ (14,90 €) – mit Rind- und Schweinefleisch

Essen.   An einem Mittwochabend ist im neuen Restaurant Burgerheart selbst für das Ausgehviertel Essen-Rüttenscheid viel los. Ein gutes Zeichen. Oder?

Und noch ein neues Lokal zeigt ein Herz für Burger: Burgerheart in Essen. Die Macher dahinter kommen eigentlich aus Würzburg, haben aber mittlerweile mehrere Filialen in ganz Deutschland.

Freundlich – wenn auch wie auswendig gelernt – heißt uns der junge Kellner willkommen. Meine Kollegin, die schon einmal bei Burgerheart war, freut sich über den zügigen Service. Denn das erste Mal dauerte es länger, bis sie ihre Bestellung bekam. Sie wählt den Burger „Triple Cheese“ (8,40 €). Die Käse-Kombination schmeckt. Wobei hier neben Mozzarella und Edamer vermutlich auch die abgepackte Schmelzscheiben-Variante des Chesterkäses zum Einsatz kam. Damit kann man mich nicht locken.

Saftig das Fleisch, knusprig das Sesambrötchen

Den Patty, wie man den Fleischklops heutzutage nennt, bieten andere Lokale mittlerweile auch Medium gebraten an. Hier ist das Rindfleisch jedoch so gut durch wie bei seinem Party-Vorgänger: der Frikadelle. Saftig schmeckt es trotzdem. Auch das Sesam-Brötchen dazu ist geradezu knusprig gebacken.

Da ich Abwechslung auf dem Teller mag, soll es für mich kein Burger sein. Das Lokal wirbt mit „Smoked Barbecue – Nach unserem geheimen Hausrezept“. Ich nehme die sehr großzügige „Memphis Hickory Platte“ (14,90 €) – mit Rind- und Schweinefleisch. Das Fleisch ist lange gegart und schön zart, aber etwas fad. Besser wird es mit den roten Zwiebeln und dem BBQ-Dip. Gut sind dazu die Fritten mit Kartoffelpelle und „Coleslaw“ – knackig-würziger Krautsalat nach amerikanischer Art zubereitet.

Sauerrahmeis mit gehackten Cashewkernen

Zum Dessert gibt es eine Crème Brûlée (4,50 €). Die Vanille-Creme schmeckt, kommt aber aus der Kühlung. Und bei der Karamellkruste vermisse ich das Knacken, wenn der Löffel hineinsticht. Dazu gibt es Sauerrahmeis mit gehackten Cashewkernen in Honig – das ist richtig gut.

Fazit: Das Essen ist in Ordnung. Trotzdem lässt Burgerheart mein Herz nicht höherschlagen. Da gibt es Adressen, die mehr überzeugen. Großer Pluspunkt ist die Terrasse vor dem Lokal: Fast Food unter freiem Himmel – so viele Plätze können nicht alle Burgerschmieden bieten.

Burgerheart, Rüttenscheider Straße 120, 45131 Essens 0201 / 47 83 74 50, essen.burgerheart.com

Küche: Burger – auch für Veganer und Vegetarier. Nette Pommes-Kombinationen, etwa mit Guacamole, Sour Cream und Tomatenwürfeln (4,90 €).

Ambiente: Modern eingerichtet. Lustige Sprüche auf den Sets: „Sorry for what I said when I was hungry“ (Sorry für das, was ich gesagt habe, als ich hungrig war).

Service: Wir mussten lediglich noch mal an ein Glas Wein erinnern, das wir bestellt hatten: 0,2 l ab 3,10 €. Gut: die Zitronen-Ingwer-Limonade (3,90 €).

Preise: Übliche Preise, aber: auf der Karte keine Gramm-Angaben beim Burger-Fleisch. Dienstag ist „Mampftag“ – für Schüler und Studis gibt’s 20 % Rabatt.

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