Genießen

Fingerfood: Kleine Happen für eine gelungene Silvesterparty

Beim Fingerfood ist für jeden etwas dabei. Die kleine Häppchen sind gerade für die heimische Neujahrsparty eine gute Wahl.

Beim Fingerfood ist für jeden etwas dabei. Die kleine Häppchen sind gerade für die heimische Neujahrsparty eine gute Wahl.

Foto: Fatty's place / Shutterstock / Fatty's place

Fingerfood ist auf Partys ein Renner. Doch die kleinen Häppchen sind längst in der Sterneküche und dem Koch-Fernsehen angekommen.

Wenn an Silvester der Mensch und nicht der Tisch im Mittelpunkt stehen soll, gibt es eine Lösung. Sie heißt Fingerfood. Dabei können Partygäste nach Lust und Laune zugreifen – so oft sie mögen und nach was immer es ihnen gelüstet. So wird die feste Tischordnung passé und ein geselliger Jahresausklang sicher.

Komposition auf einem Löffel

Überhaupt ist Fingerfood in jeder Variation auf dem Vormarsch. Es darf auf keiner guten Party fehlen, mindestens als Entree. Es gilt als der unentbehrliche Gruß aus der Küche in Spitzenrestaurants, hat als raffinierte Komposition auf einem Löffel in einer TV-Sendung Ruhm erlangt und wirkt in Konferenzsälen wie Seelenfutter. Und genau dort soll es herkommen, aus Geschäftsräumen, US-amerikanischen.

Doch das ist nur eine Erklärung. Denn was obendrein zur Kategorie Fingerfood zählt, sind Klassiker wie Tapas, Meze, Antipasti. Oder Sushi, das in Japan standesgemäß mit den Fingern gegessen wird – und zwar in einem Happen. Ähnliche Regeln hat das Schweizer Reglement des Bocuse d’Or schriftlich festgelegt: Fingerfood sollte „in maximal zwei Bissen stehend mit einer Hand gegessen werden“ können.

Fingerfood ist aufwendig

Was für die Sternegastronomie oder Kulturkenner gilt, wird von erfahrenen Caterern wie Yvonne Kling vom Dortmunder Unternehmen Catering by Mohr längst nicht so eng gesehen. Sie bietet Speisen auch in Gläsern, auf Löffeln oder Platten an. In ihrer Menü-Karte sind knusprige Rote Bete in Panko, karamellisierter Ziegenkäse, Gemüse-Tempura oder Tandoori-Spieße zu lesen. Es gibt aber auch Altbekanntes im Mini-Format: Currywurst oder Schnitzelchen.

„Was natürlich immer gut ankommt und schnell gemacht ist, sind Tomate-Mozzarella-Spieße“, weiß die Büroleiterin. Denn: Was bei Fingerfood gerne vergessen wird, ist, dass kleine Speisen oft die größte Arbeit machen. Yvonne Kling verrät, dass sie mindestens sieben Tage Vorlauf bräuchten und empfiehlt jedem, der eine Fingerfood-Party ausrichtet, sich rechtzeitig mit der Planung auseinanderzusetzen. „Es geht auch darum, ob man etwa den Teig selbst macht oder zur Tiefkühl-Alternative greift, ob man einfaches Fingerfood wie Frikadellen oder kompliziertes wie Burger macht,“ sagt sie.

Zwei Drittel Fleisch, ein Drittel Veggie

Reichte man ausschließlich Fingerfood, sollte man mit mindestens zehn „Bausteinen“ pro Person rechnen, um alle satt zu bekommen. Mit einem Anteil aus 70 Prozent Fleisch und Fisch und 30 Prozent vegetarisch laufe man in der Regel gut, „dennoch ist es sinnvoll, Präferenzen im Vorhinein abzufragen“, so Yvonne Kling. Soll es so richtig gesellig und locker werden, kann man auch einfach seine Gäste fragen, ob sie etwas mitbringen möchten. So wird die Auswahl noch bunter und die Spannung noch größer. Denn wie sagt man so schön: Geteilte Freude ist bekanntlich die doppelte. Klingt wie ein guter Vorsatz.

Cocktails für die Party:

Ohne Getränke keine Party, und zu Silvester gehören nun mal Sekt und Champagner. Finden Sie langweilig? Dann probieren Sie doch Cocktails auf Perlweinbasis. Mit diesen fruchtigen Drinks lässt sich stilvoll anstoßen:

Kir Royal: Ein Teil Crème de Cassis (Likör von schwarzen Johannisbeeren) in ein Champagnerglas geben und mit neun Teilen Champagner auffüllen. Das geht auch mit anderen Fruchtlikören, etwa Kiwi- oder Brombeerlikör.

Himbeer-Sekt: Tiefkühl-Himbeeren mit Zucker und Limettensaft in einem Topf mischen und für 15 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen, durch ein Sieb passieren und in Gläser verteilen. Mit trockenem, kaltem Sekt auffüllen.

Bellini: Einen weißen Pfirsich entsteinen und pürieren, die Masse in ein Champagnerglas geben und vorsichtig mit Champagner, Sekt oder Prosecco auffüllen. Statt des Pfirsichs kann man auch Weinbergpfirsichlikör nehmen.

Fizzy Apple wird normalerweise mit Wodka zubereitet. Dieses Rezept mixt einen Teil Licor 43 – das ist ein spanischer Gewürzlikör – mit zwei Teilen trockenem Sekt und vier Teilen Apfelwein. Die Gläser werden mit je einem Stiel Thymian und einer Apfelscheibe garniert.

Champagner mit Zitronen­eis: Einfacher geht es nicht. Man nehme eine Kugel Zitronen­eis oder -sorbet und fülle das Glas mit eiskaltem Champagner auf. Garniert wird mit einem Minzblatt.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben